Jedes Jahr im Herbst lässt ein Naturspektakel das Herz vieler Naturfreunde höher schlagen: die Hirschbrunft! Auch für Waldesruh als Nationalparkort bedeutet dies zusätzliche Besucher.

„Wir bemerken jedes Jahr wieder, daß das Interesse an der Brunft des Rotwildes auch in den Waldesruher Wäldern zunimmt.“, erläutert Förster Grünrock gegenüber dem Waldesruher Tagesboten„Weil die Tiere im Nationalpark nicht mehr bejagt werden, sind diese auch nicht mehr so scheu und lassen sich besser beobachten. Trotzdem müssen wir im Interesse der Rothirsche einige Teile während ihrer Paarungszeit als Wildschutzgebiet sperren. Das bedeutet, daß dann in diese Gebiete kein Mensch unterwegs sein sollte, um den König unserer Wälder nicht zu beunruhigen.“

Dies habe aber nichts damit zu tun, dass man die Menschen aus der Natur aussperren möchte. Vielmehr sollen die Tiere hier ihre Ruhe haben und nicht zusätzlich beunruhigt werden. „Um den Besuchern trotzdem die Gelegenheit zu geben, die imposanten und grössten Tiere unserer Heimat während dieser Zeit ungestört beobachten zu können, werden wir im nächsten Jahr eine Beobachtungskanzel am größten Brunftplatz der Region errichten. Hier können dann im Rahmen einer geführten Veranstaltung die Geschehnisse während der Brunft beobachtet werden.“ versicherte uns Fräulein Krause von der Tourismusinformation.

Aber auch schon in diesem Jahr können die Besucher wieder gemeinsam mit Förster Grünrock auf Pirsch gehen. Termine und Anmeldungen für das Ereignis Rothirschbrunft in Waldesruh sind im Rathaus zu erfragen.

Bite bei diesen Wanderungen an geräuscharme Kleidung und festes Schuhwerk denken. Auch ein Fernglas kann nicht schaden. Leider ist das Fotografieren bei diesen Veranstaltungen aufgrund der Beeinträchtigung der Tiere verboten.