Zeugenvernehmung – Weihnachtsgeschichte Teil 8

Edgar Ente und Wachtmeister Hoffmann eilen zurück in das Hauptquartier in der Rukollamühle. Hier wollen sie die Hauptverdächtigen einer Zeugenvernehmung unterziehen.

Zeugenvernehmung - Teil 7 der Weihnachtsgeschichte 2017

Die Weihnachtsgeschichte 2017 …

Was bisher geschah: Die Waldesruher und ihre Gäste wollten am 2. Advent das Rentier vom Weihnachtsmann verabschieden. Dazu versammelten sich alle auf dem Waldesruher Weihnachtsmarkt. Lange warteten sie auf das Rentier. Doch das Rentier kam nicht. Aus Sorge lief Fräulein Krause zu Förster Grünrock. Im Forsthaus angekommen, machte sie eine erschreckende Entdeckung. Das Rentier war tatsächlich verschwunden. Fräulein Krause war total erschüttert. Doch schnell wurde klar, die Waldesruher mussten hier handeln.

Die Männer um Förster Grünrock suchten nach Spuren. Währenddessen übernahm Fräulein Krause die Organisation der Aufklärung. Mittlerweile geisterten die ersten Gerüchte durch Waldesruh. Es wurden erste wichtige Spuren gefunden. Nach deren Auswertung wurde beschlossen, eine grosse Suchaktion vorzunehmen. Diese wurde dann auch organisiert. Sogar die Waldtiere helfen den Waldesruhern dabei. Förster Grünrock entdeckte dabei ein grosses Geheimniss.

Mit kriminalistischem Spürsinn arbeiten Edgar Ente und Wachtmeister Hoffmann an der Lösung des Falles. Dabei kristallisieren sich drei Hauptverdächtige heraus. Wird der Täter bald gefunden? Lebt das Rentier noch? Und vor allem: wird das Weihnachtsfest gerettet werden können?

… hier eine neue Folge

Und nun die Fortsetzung: Als unsere beiden Kriminalisten in der Rukollamühle ankommen, warten die drei Hauptverdächtigten bereits auf ihre Zeugenvernehmung. Drei jugendliche Tierschützer, ein zutiefst betrübter Bärenwirt und ein wütender Bauer Raffke saßen im Kaffee. Die besorgte Tante Rukolla hatte für die Anwesenden heisse Getränke bereit gestellt. Unser Fräulein Krause organisierte wie immer geschäftig hin und her. Die Waldesruher erwarteten den Weihnachtsmann, um einen Alternativplan zu entwerfen und ausserdem war ihr Tagesgeschäft mit Weihnachten in Waldesruh mehr als ausgefüllt.

Edgar Ente und der Wachtmeister zogen sich in eines der Hinterzimmer zurück. Hier wollten sie die Zeugenvernehmung der Verdächtigen einzeln vornehmen. Die Frage stellte sich, wer zuerst an der Reihe sein sollte. Nebenan hörte man Bauer Raffke bereits wieder poltern. Sie entschlossen sich den Bärenwirt anzuhören. Dieser kam ganz bekümmert herein und setzte sich auf einen Stuhl.

„Nein, ich würde nie das Rentier töten. Mich nervt es nur, dass der Raffke billiges Fleisch anbietet. Hauptsache billig. Und dann ist sein Essen auch noch von mieser Qualität. Aber das Rentier vom Weihnachtsmann würde ich nie töten!“ Fast schon weinerlich stammelte er seine Worte. Der Wachtmeister fragte ihn, wo er denn während der Tatzeit gewesen war. Er hätte in seiner Gaststätte hinter dem Thresen gestanden, was sicherlich auch seine Gäste bestätigen würden.

Gibt es bei der Zeugenvernehmung neue Erkenntnisse?

Nach einigen weiteren Fragen liessen unsere Zeugenvernehmer den Bärenwirt gehen. Da stand auch schon Bauer Raffke in der Tür. „Wie lange soll ich hier noch warten! Ich habe ein Unternehmen zu führen und kann es mir nicht leisten, herumzusitzen!“ Erbost trommelte er mit den Fäusten auf den vor ihm stehenden Holztisch.

Zur Tatzeit wäre er unterwegs gewesen. Er wollte aus einem Hamburger Frischemarkt tiefgefrorenes Rentierfleisch abholen. „Hier in Waldesruh gibt es ja nichts und meine Gäste essen nur Rentier!“ Auf den Vorwurf, das Rentier für seine Küche geschossen zu haben, lachte er nur laut los. „Seit wann sägt sich ein geschäftstüchtiger Unternehmer den Ast ab, auf dem er sitzt? Das Rentier sorgt doch dafür, dass die Besucher nach Waldesruh kommen und die Kassen füllen. Da wäre ich ja schön blöd!“. Mit diesen Worten drehte er sich um und verschwand aus der Rukolamühle.

Nachdem sich unsere beiden Kriminalisten verblüfft anschauten, baten sie die drei Jugendlich aus dem Tierschutzmilieu hinein. Diese zeigten sich nicht sonderlich beeindruckt. „Was ihr macht, ist total uncool. Auch Tiere haben Gefühle. Und so ein Rentier gehört nicht auf den Weihnachtsmarkt ausgestellt.“ erklärte der Wortführer. Ihre Organisation ATEP demonstriere schon seit Jahren gegen Massentierhaltung und eingesperrte Tiere in Zoos und Zirkussen. Aber mit dem Verschwinden des Rentieres haben ihre Organisation nichts zu tun.

Da der Wachtmeister und Edgar Ente nichts weiteres in der Hand hatten, mussten sie auch die drei wieder gehen lassen. Wie sollten sie nun weiter verfahren? Noch immer nicht waren sie schlauer und weiter in ihrem Fall.

Um sich aufzumuntern, gingen die beiden zurück in das Kaffee und genehmigten sich einen Kaffee mit Bitterblubber. An was soll man sich denn sonst festhalten, wenn man nichts hat. Fräulein Krause dagegen war ganz gut gelaunt. Endlich hatte sie den Weihnachtsmann erreichen können und ihn dazu gebracht, nach Waldesruh zu kommen. Telefonisch hatte sie ihm bereits die Lage geschildert und nun wollten sie sehen, wie sie das Weihnachtsfest retten könnten.

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Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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