Zeit für die Vögel des Glücks – der Kranich

Unverkennbar naht der Herbst. Zeit für die Vögel, die es hier in Deutschland über den Winter nicht mehr hält, sich zu sammeln und gen Süden zu reisen. Beeindruckende große Vogelschwärme – eines der Naturwunder mit denen unsere Heimat aufwarten kann und welches sich seit Jahrzehnten immer wiederholt. Noch einmal das Konzert hören, bevor der deutsche Winter die Natur mehr oder weniger mit eisigem Atem lähmt.

Auch den Kranich – einer der größten Vögel unserer Heimat – zieht es in den Süden. Langsam sammeln sich diese Tiere zu großen Gruppen und bereiten sich so auf die Reise in den Süden vor. Gerade Norddeutschland besitzt mehrere große Sammel- und Rastorte, auf denen die Vögel Kraft und Energie tanken bevor sie sich auf die große Reise machen.

Vielerorts machen sich naturbegeisterte Menschen nun auf, um diese schönen Vögel in der Natur anzuschauen. Vielfach wird für spezielle Kranichtouren geworben – teils von Naturverbänden aber auch von kommerzieller Seite. Dabei benötigen die Vögel aber Ruhe, um sich entspechend auf die Reise vorbereiten zu können. Jede Störung beunruhigt die Tiere und kosten ihnen zusätzliche Energie. Trotzdem soll niemanden das Beobachten dieser auch als Vögel des Glücks bezeichneten Tiere verboten werden. Deshalb die Bitte an jeden Naturfreund folgende Regeln einzuhalten (entnommen von https://www.bund-dhm.de):

  1. Kraniche sind am besten aus dem Auto zu beobachten. Da Kraniche vielerorts in Europa und auch in Deutschland aus Angst vor Schäden oder unbedacht gescheucht werden, sind sie gegenüber Menschen sehr scheu. Die Fluchtdistanz liegt dann bei mehr als 300 Metern. Parken sie bitte nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen und steigen Sie nicht aus.
  2. Bleiben Sie bitte auf den öffentlichen Wegen. Benutzen Sie keine Feld- oder Wirtschaftswege, um abgelegene Regionen zu erreichen. Diese können als Rückzugsgebiete für die Rastvögel dienen. Wenn es die Witterung bzw. Helligkeit erlaubt, fahren Sie bitte ohne Licht.
  3. Spätestens wenn alle Kraniche die Köpfe heben, zeigen sie, dass sie sich gestört fühlen. Die Kraniche sehen Sie als Gefahr an und werden bei weiterer Annäherung auffliegen. Dabei verbrauchen sie unnötige Energie, die sie dringend für den weiteren Zug benötigen.
  4. Kranichbeobachtung bedeutet Sehen und Hören. Leises Verhalten ermöglicht allen Besuchern das ungestörte Erlebnis der beeindruckenden Kranichrufe. Unauffällige und warme Kleidung ist für die Kranichbeobachtung wichtig. Hunde dürfen nicht frei herumlaufen. Sie werden von den Kranichen als Gefahr angesehen und weiträumig gemieden.
  5. Zur Beobachtung empfehlen wir ein Fernglas, besser noch ein Spektiv.
  6. Bitte fotografieren Sie die Vögel bei ihrem Flug zum Schlafplatz nie mit Blitzlicht. Die Kraniche werden dadurch verunsichert. Für gute Aufnahmen werden Teleobjektive von mindestens 500 mm Brennweite benötigt. Hiermit kann auch ein gutes Foto aus dem Auto gelingen.

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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