Winterfütterung unserer heimischen Singvögel

Einbrechender Winter ist immer auch die Zeit, um an die Winterfütterung unserer heimischen Singvögel zu denken. Ich kann mich noch gut an die Spannung in Kindheitstagen erinnern, wenn ich mit meinem Vater das Futterhäuschen am Fenster unserer Küche mit Körnern befüllt habe.

In respektvollen Abstand zum Fenster saß ich dann oft regungslos und still und wartete auf die Gäste. Welche Vögel an der Winterfütterung werde ich wohl diesmal beobachten können? An dieser Faszination hat sich bis heute nicht merklich etwas geändert. Es gab zwar einige Pausen und Unterbrechungen dafür in den letzten Jahren, die wohnungs-, umzugs- und situationsbedingt waren. Doch seit 2012 gibt es im zur Wohnung gehörenden Garten wieder ein Futterhäuschen bzw. ein Futtersilo.

Je nach Wintereinbruch wird es wieder in Betrieb genommen. Spätestens aber zu Weihnachten ist es für unsere gefiederten Freunde gefüllt. Weiterhin werden in den umliegenden Büschen Meisenknödel und weitere vogelfreundliche Leckereien bereit gestellt. Für die Weichfutterfresser zum Beispiel, wie die Amsel, hänge ich ein paar Äpfel in die Zweige. Diese werden dankbar angenommen.

Immer wieder bereitet es mir Freude, wenn ich dann nach draussen in den Garten sehe. Neben den allseits bekannten Amsel, Blau- und Kohlmeisen nutzen auch andere in der Nähe lebenden Arten die Futterstellen. Ringeltaube, Türkentaube, ein Schwarm frecher Haussperlinge oder Eichelhäher sind neben Grünfinken oder Stieglitze zu beobachten.

Sobald wieder richtig Winter ist (das ist in Bremen eine Seltenheit) werde ich versuchen, einen Fotoansitz einzurichten. So kann ich dann auch wieder zwei Leidenschaften miteinander verbinden.

Manche Naturschützer und Ökologen bestreiten den Nutzen solch einer Winterfütterung für unsere heimischen Singvögel. Sie begründen dies als einen Eingriff in das Gleichgewicht der Natur. Zudem seien die Futterstellen ein Herd für Infektionen und Parasiten. Sicher haben diese Experten in einigen ihrer Anmerkungen Recht. Jedoch lassen sich an den Futterstellen unsere heimischen Singvögel aus nächster Nähe beobachten – und das für junge und alte Menschen gleichermaßen!

Gerade für Kinder, die immer weniger Gelegenheit dazu haben, ist die Winterfütterung eine gute Möglichkeit für das Erleben der Natur und zur Umweltbildung. Auch ich habe quasi meine Naturschutzkarriere als begeisterter Beobachter am Futterhaus begonnen!

Tipps zum richtigen Füttern und zu den Vogelarten gibt jeder ortsansässige Naturschutzverband, zum Beispiel der Naturschutzbund NABU. Unter anderen schon zur Tradition geworden ist dessen Stunde der Wintervögel.  Ein gutes Bestimmungsbuch hilft bei weniger häufigen Arten, diese zu bestimmen.

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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