Der plötzliche Wintereinbruch bringt kein Chaos in Waldesruh! So lautete die Feststellung von Ortsvorsteher Egon Schulze“Im Winter sollte man damit rechnen, daß es schneit und friert. Wir Waldesruher haben vorgesorgt!”

Zwar wurde das traditionelle Drei-Königs-Schwimmen vom 6. Januar auf das Wochenende verlegt. Doch der Grund dafür sei nicht der Wintereinbruch gewesen, sondern das heftige Schneetreiben. “Da hätte ja niemand etwas gesehen bei diesem Schnee.”

Für den Winter sei Waldesruh für seine Gäste auf die bestmöglichste Art vorbereitet. Genügend Heizmaterial wurde bereits in den Sommer- und Herbstmonaten gebunkert. Auch die Kaufhalle und der Bärenwirt hätten die Lebensmittelvorräte aufgestockt. “Die Waldesruher selbst sorgen schon seit mehreren hundert Jahren für den Winter vor. Spätestens im Herbst wird viel eingelagert, eingekocht und eingekellert. Auch für das liebe Vieh sei gesorgt. Es braucht also niemand im Falle eines Versorgungsengpasses aufgrund eines unvorhersehbaren Wintereinbruchs zu hungern!”.

Die Gemeindearbeiter sind pausenlos damit beschäftigt Straßen und Fußwege von Schnee und Eis zu befreien. Der Umwelt zuliebe wird mit Sand anstatt mit Streusalz gestreut. An besonders gefährlichen Stellen wurden Sandboxen aufgestellt. Auch die Regionalbahn hat sich auf den Winter vorbereitet. Alle Lokomotiven wurden noch einmal rechtzeitig gewartet, genügend Brennstoff gebunkert und Schneeschilde angebaut. “So ist eine Fahrt mit der Eisenbahn problemlos möglich.”, freut sich Egon Schulze.

Der Schul- und Erholungsbetrieb braucht nicht eingestellt zu werden. Nach Auskunft von Egon Schulze wurden bei allen Erholungseinrichtungen vorsorglich die Heizungen und sanitären Anlagen noch einmal kontrolliert und winterfest gemacht. Sollte es einmal wirklich unerwarteterweise einen Notfall geben, so sind die kompetenten Gemeindearbeiter um Bertram Baumeister schnell mit der Reparatur betraut.

Die Forstarbeiter um Förster Grünrock legen Skiloipen für die Wintersportfreunde an und räumen beliebte Wanderwege vom Schnee. Der Förster bittet jedoch darum, sich im Wald nur auf den geräumten Loipen und Wanderwegen aufzuhalten. “Das Wild soll nicht zusätzlich beunruhigt werden. Durch den hohen Schnee finden die Tiere zur Zeit wenig Nahrung. Sollte der Schnee auch noch vereisen, drohen Verletzungen der Tiere bei der Bewegung im harschen Schnee.” erklärt Egon Schulze die Bitte des Försters. Zudem sei auch der Versicherungsschutz eine Ursache: “Heute wird man ja schon verklagt, wenn im Wald einem Spaziergänger ein Ast auf den Kopf fällt.”

“Wir hier in Waldesruh leben seit hunderten von Jahren mit dem Wetter. Es überrascht uns gar nicht, daß es im Winter manchmal schneien und frieren kann. Wir sind darauf vorbereitet und können so auch unseren Gästen und Urlaubern schöne Stunden und Tage bereiten.” stellt Egon Schulze noch einmal gegenüber dem Waldesruher Tagesboten fest.