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[Pressereise] Unterwegs im Wilden Deutschland bin ich auch die nächsten Tage. Zusammen mit der gemeinnützigen Organisation Biosphere Expeditions werde ich eine Woche lang als sogenannter Bürgerwissenschaftler auf den Spuren der wilden Wölfe in der Lüneburger Heide sein. Ob ich dabei wirklich auf wilde Wölfe treffen werde, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Dazu gehört sicher eine Riesenportion Glück. Damit ich euch (zumindest virtuell) mitnehmen kann, möchte ich dieses Expeditionstagebuch Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide führen.

Expeditionstagebuch Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide

12.07.2019 – Geschafft .. oder leider vorbei ….

So schnell geht eine Woche vorbei. Schon wieder ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Ich habe während dieser einen Woche interessante Menschen kennenlernen dürfen. Zudem konnte ich viel neues über den Wolf erfahren. Schade, dass die Zeit wie im Fluge verging. Für mich heisst es die nächste Zeit das gesamte Fotomaterial und die Filmschnipsel zu sichten und aufzuarbeiten. Ich denke einige Berichte zum Thema Wolf und der Biospheren-Wolfs-Expedition werden demnächst auf meiner Webseite erscheinen.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Auch wenn ich selbst keinen wilden Wolf sehen konnte, war diese Expedition trotzdem ein Highlight in diesem Jahr. Ich bedanke mich beim Team der Biosphere Expeditionen für die Möglichkeit der Teilnahme. Ihr alle habt einen grossartigen Job gemacht. Vor allem Peter, Lea und Lotte vielen Dank für die grossartigen Einblicke! Und nicht vergessen: „To find a motivation-shit is really important for the teams!“

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

10.07.2019 – Frische Losung für die DNA-Analyse

Heute schien wieder die Sonne ☀️ und wir haben dieses mal sogar ganz frische Wolfslosung 🐺 💩gefunden und gleich auch eine DNA-Probe genommen 🤣

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Andere Teams hatten sogar das Glück lebende Wölfe zu sehen. Und wenn es auch nur für einige Sekunden war, das ist wohl ein unvergesslicher Moment.

09.07.2019 – Etwas Regen und sonst nichts?

Heute war ein nicht ganz so erfolgreicher Tag. Unser Team hat nur zwei Wolfslosungen 🐺 💩 gefunden und sonst auch keine weiteren spektakulären Beobachtungen machen können. Dafür waren wir aber mit Theo Grüntjens, einem bekannten Naturfotografen unterwegs.

08.07.2019 – Allein im Feld

Bereits heute hat man uns zugetraut, allein im Feld überleben zu können. Die Tatsache, dass ich diese Zeilen hier tippen kann, kann als Beleg dafür gewertet werden: wir haben überlebt! 😊

Dank hervorragender und unermüdlicher Schulung im Umgang mit den GPS haben wir nicht nur überlebt, sondern konnten auch wertvolle Daten für die Wissenschaft und dem Wolfsschutz sammeln.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Unterwegs waren wir rund um das Goosemoor, ebenfalls in der Lüneburger Heide gelegen. Hier folgten wir einer vermutlichen Wolfsfährte, welche aber leider nicht ganz eindeutig war. Zudem wird hier auch für eine wissenschaftliche Erfassung gefordert, dass solche Spuren mindestens 100 Meter ununterbrochen lang sein müssen. Für uns drei Volunteers erhärtete sich aber nach langer Diskussion und immer wieder schauen die Meinung, dass dies eine Wolfsfährte sein müsse.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Zudem ging es auf dieser Wolfsfährte auch Schlag auf Schlag. Alle 500 Meter fanden wir einen Haufen Wolfslosung. Natürlich nahmen wir jeden Haufen gründlich anhand der mitgeführten Datenblätter auf und machten ebenfalls Fotos. Auch packten wir einige Proben in unseren Probenkasten. Diese werden nun wissenschaftlich auf ihre Bestandteile untersucht.

Ein positiver Nebeneffekt ist natürlich das draussen sein. Natur lässt sich nicht einfach vom Sofa erleben. (Hinweis: mit Ausnahme der Tierfilme von Grzimek, Sielmann, Kieling und Co.). Man bewegt sich und entdeckt am Wegesrand viele Teile der Natur. Und gerade das ist es doch, was wir alle wollen.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

07.07.2019 – Erste Gehversuche

Nach dem Frühstück durften wir uns in einem weiteren theoretischen Teil mit der wissenschaftlichen Forschungsarbeit im Rahmen des niedersächsischem Wolfprojektes mit den Hinterlassenschaften der Wölfe befassen: Spuren und Losung.

Alle diese Anzeichen für das Vorhandensein von Wölfen sollen wissenschaftlich erfasst werden. Anhand der erfassten Daten sollen dann Fakten über die Wölfe ausgewertet werden. Zur Erfassung sind jede Menge Datenblätter nötig. Warum, wie und was da eigentlich gemacht werden soll, das lernten wir heute.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Und wir konnten auch gleich einen praktischen Teil absolvieren. Nach dem Mittag ging es endlich hinaus in das wilde Deutschland. Hier konkret in die Lüneburger Heide in die Nähe des Ortes Meißendorf.

Wilde Wölfe in der Lüneburger Heide - Expeditionstagebuch

Gar nicht lange dauerte es und wir stiessen auf die ersten Spuren der Wölfe. Wolfskacke! Wie man sich doch über Kleinigkeiten freuen kann. Am Anfang war die Einhaltung des Protokolls noch sehr schwierig, doch mit jedem Fund mehr, wurde es einfacher. Am Ende des Tages hatten wir mit unserer gesamten Gruppe dann sage und schreibe elf (11!) Fundorte mit Wolfslosung entdeckt, kartiert, die dazugehörigen Daten erfasst und ebenfalls von einigen Funden Proben genommen. Doch dazu später mehr. Morgen dürfen wir dann in kleineren Gruppen unser Überleben in der deutschen Wildnis versuchen.

06.07.2019 – Start

das Team im Wolfscenter Dörverden

Entspannt haben sich die einzelnen Mitglieder nach deutscher Pünktlichkeit am Flughafen eingefunden. Wir sind eine bunte Truppe. Deutsche, Kanadier, Engländer, sogar aus den USA und China kommen die Teilnehmer.

Pünktlich starteten wir auch unseren Trip. Unser erstes Ziel führte ins in das Wolfscenter Dörverden. Hier wurden wir bereits von Frank begrüsst. Er führte uns durch sein Gehege und erzählte uns einiges Wissenswerte über Wölfe und zu seinem Wolfscenter. Ein besonderes Erlebnis war wohl der Besuch bei den zwei Wolfswelten. Leider hielten die zwei gerade Siesta und wir sahen deshalb nur zwei schlafende Fellknäuel. Darum hier einmal ein Bild aus der Konserve.

die Wolfswelpen im Wolfscenter Dörverden

Danach ging es noch einmal 45 Minuten on the road. Ziel war unsere Basis auf Gut Sunder. Hier werden wir für eine Woche Unterkunft finden. Nach der offiziellen obligatorischen Begrüssungsrunde erhielten wir eine Sicherheitseinweisung. Diesem folgte eine Präsentation zum Stand der Entwicklung der Wölfe in Niedersachsen.

Morgen geht es dann weiter mit praktischer Einweisung und ein paar Übungen.

04.07.2019 – Vorfreude

Ich freue mich wahnsinnig auf den Start dieser Expedition. In zwei Tagen geht es los. Hinein in ein etwas anderes Abenteuer. Nein, keine Safari und auch kein Überlebenstraining. Es handelt sich um eine Forschungsexpedition, um die wilden Wölfe in der Lüneburger Heide näher kennenzulernen. Erst am letzten Wochenende war ich zu Besuch im Wolfscenter Dörverden. Aber das ich so schnell die Möglichkeit bekommen würde, vielleicht sogar wilde freilebende Wölfe hier bei uns in Deutschland erleben zu können, hätte ich mir nicht träumen lassen.

In den letzten Tagen musste ich einiges an Papierkram erledigen. Nun geht es langsam an das Packen und Checken der Ausrüstung. Ich freue mich auf die nächsten Tage! Gern könnt ihr mir bei Facebook, Instagram oder Twitter folgen. Ebenso empfehle ich euch, sich hier auf der Seite in meinen Newsletter einzutragen oder wenigstens einmal täglich in diesen Beitrag zu schauen. 🙂 Nach dem Ende der Expedition plane ich bereits einen längeren Artikel über meine Expeditionserlebnisse. Bis dann im wilden Deutschland!