Auch wenn die Schäden durch das Hochwasser in Waldesruh nicht so drastisch ausgefallen sind, wie man anfangs befürchtet hatte, stellt sich jetzt die Frage, wer für diese Schäden finanziell aufkommen soll.

Für den Ortschaftsrat ist die Sache klar: „Hier kann es keine zusätzliche Belastung der Einwohner und Urlauber über erhöhte Steuern und Abgaben geben!“

Da der Hochwasserschutz eine Landesaufgabe ist, hat auch das Land für diese Schäden aufzukommen. Egon Schulze: „Wir können den Bürgern, welche ihr Hab und Gut verloren haben und den unzähligen freiwilligen Helfern nicht am Ende noch in die Taschen greifen.“ Hier seien in erster Linie die Versicherungen gefragt, bei denen die Opfer versichert seien. Ein solches Hochwasser ist eine besonderer Härtefall, für den die öffentliche Hand aufkommen muss.

Politischen Überlegungen, wie die Anhebung des Solidarzuschlages oder einer Arbeitslohnspende, erteilt Schulze jetzt schon eine Absage. „Wir können unseren Bürgern nicht klarmachen, dass die öffentliche Hand für Banken, unwirtschaftlich arbeitende Staaten und Unternehmen Milliarden ausgibt und für die eigenen Bürgern soll kein Geld da sein?“

Die Waldesruher Bürger können beruhigt sein, die solide Finanzlage des Ortes ermöglicht es, alle Schäden aus der Ortschaftskasse zu zahlen. Egon Schulze ist sich ebenfalls sicher, dass die Waldesruher Einwohner auch beim Beseitigen der Hochwasserschäden kräftig mit Hand anlegen und sich wie immer gegenseitig unterstützen werden.