Weihnachtsvorbereitungen in Waldesruh

Tatsächlich war man in Waldesruh beschäftigt mit den Vorbereitungen für das kommende Weihnachtsfest. Schon im Sommer hatte Fräulein Krause alle beide Hände voll zu tun. Auch dieses Jahr wollte sie für die Waldesruher und ihre Gäste das beste Weihnachten in Waldesruh organisieren. Es musste an so viele unterschiedliche Dinge gedacht werden. Die Anmeldelisten für Stände und Imbissbuden waren lang. Jeder wollte einen der begehrten Stellplätze haben und seinen Anteil am Weihnachtsgeschäft haben.

Seit Waldesruh richtig bekannt geworden war, zog es immer mehr Fremde hier her. Die Waldesruher selbst brauchten nicht viele Stände zum Glücklich sein. Der Bärenwirt, Bratwurst-Schneider, die Spielzeugwarenmanufaktur und die anderen kleinen Handwerker des Ortes genügten ihnen vollkommen. Sinn ihres Weihnachtsmarktes war es doch, zusammen zu warten und zu feiern. Wozu brauchten sie da noch Stände mit teuren Uhren, Taschen, billigen Dekorationsideen oder sonstigem Schnick-Schnack? Sie brauchten auch nicht den dritten, vierten oder x-ten Würstchenstand. Aber alle solche und noch andere Stände hatten sich auf der Liste von Fräulein Krause für den Weihnachtsmarkt angemeldet.

Wie wir es von unserem Fräulein Krause gewohnt sind, versuchte sie es über die letzten Monate allen Interessenten gerecht zu werden. Doch einige konnte sie nicht berücksichtigen. Waldesruh ist ein kleiner beschaulicher Ort mit wenig Platz. Hier passen keine großen und protzigen Stände hin. Weihnachten in Waldesruh soll ein Weihnachten für die Familie sein. Und keines für große Geschäfte.

Doch nicht nur die Stände wollten vergeben sein. Auch das Rahmenprogramm soll für den ganzen Dezember stehen. Jede Waldesruher Gruppe, sei es der Chor, der Kindergarten, die Schulklassen oder die Jagdhornbläser – alle wollten berücksichtigt werden. Jede Gruppe sollte mindestens an einem Tag in der Vorweihnachtszeit auftreten und die Gäste erfreuen. Das Fräulein Krause hatte ganz schön viel zu tun. Aber für Waldesruh organisierte sie gern das Weihnachtsfest.

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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