Ein Weihnachtsbaum gehört zum Fest einfach dazu! Was gibt es schöneres, als mit der ganzen Familie einmal in den Wald zu gehen und selbst den schönsten Baum zu schlagen? In Waldesruh hat man dazu noch die Gelegenheit!

Bis zum 23. Dezember bietet der Ort Waldesruh in Zusammenarbeit mit Förster Grünrock diese Möglichkeit an. Treffpunkt ist jeweils 10 Uhr, 12 Uhr  und 14 Uhr auf dem Parkplatz an der Rukollamühle. Für die Wartenden gibt es hier bereits warme Getränke und Rostbratwürste. Weihnachtliche Musik  und Beleuchtung lässt die Vorfreude auf den schönsten Baum spürbar werden.

Von der Rukollamühle werden die Forstarbeiter dann mit geschmückten Pferdefuhrwerken und den Gästen in den Wald zu ausgesuchten Flächen fahren. In diesen Beständen können sich die Interessierten dann ihren eigenen Weihnachtsbaum aussuchen und schlagen. Natürlich helfen die Forstarbeiter auf Wunsch beim Suchen und beim Aufladen. Mit der Pferdekutsche geht es dann wieder zurück zur Rukollamühle.

Für das leibliche Wohl und für warme Getränke ist an den jeweiligen Standorten gesorgt. Verzichtet wird aber allerdings auf Musik. Die Stille der Waldesruher Natur soll auch bei diesem Ereignis nicht gestört werden.

Alle Weihnachtsbäume, die in diesem Jahr geschlagen werden können, sind in Schonungen im Waldesruher Forst aufgewachsen und nicht in einer exklusiven Weihnachtsbaumkultur oder gar in Polen, Dänemark oder noch weiter weg. Die Bäume fallen bei normalen Durchforstungs- und Pflegearbeiten an. Auf den Einsatz von Giften zur Schädlings- und zur Unkrautvernichtung wird natürlich verzichtet. Alle Pflegearbeiten werden hier durch die Forstarbeiter noch per Hand durchgeführt.

„Wir pflanzen die Bäume im Verbund mit Laubhölzern.“ erklärt Förster Grünrock. „Die immergrünen Nadelbäume geben den jungen Laubbäumen im Winter Schutz vor Frost und schützen auch vor Wildverbiß und Fegeschäden. Im Alter von fünf Jahren werden die Nadelbäume dann aus dem Bestand entnommen, weil die Laubbäume dann den Platz zum Wachsen benötigen.“

Man muß schon etwas suchen, um einen gut gewachsenen und geraden Baum zu finden. Aber das sei laut Förster Grünrock nicht dramatisch. Und auch wenn der Baum nicht ganz so schön sei, wie erhofft, so ist er doch ein reines Naturprodukt, aufgewachsen ohne Gift und nicht extra als Weihnachtsbaum gezüchtet.

Wenn ein Baum aber absolut nicht gefallen sollte, dann hat der Förster auch einen kleinen Bastlertrick: „Nehmen Sie einfach zwei Bäume mit und basteln Sie mit ihren Kindern einen schönen. Das erhöht die Weihnachtsfreude noch einmal!“

Die Bäume werden übrigens kostenlos abgegeben. „Über eine kleine Geldspende würden wir uns natürlich freuen. Die Spende wird zu einhundert Prozent für den Nationalpark verwendet werden.“ erklärt der Förster weiter.