Was ist für mich das Besondere an der Fotografie?

Melanie und Thomas von reisen-fotografie.de haben zu einer Blogparade über das Besondere der Fotografie aufgerufen. Da ich schon eine Zeitlang einen ähnlichen Artikel in der Warteschlange habe, nutze ich einfach jetzt diese Gelegenheit und schreibe hier, was das Besondere an der Fotografie für mich ist.

das Besondere an der Fotografie: Beitrag zur Blogparade

Mit dem Fotografieren habe ich bereits in meiner Kindheit angefangen. Zugegebenermassen konnte man das damals nur als knippsen bezeichnen. Aber es hat mir schon damals Spass gemacht, auf diese Art und Weise die Welt zu entdecken.

Später, während meiner Lehrzeit als Forstfacharbeiter und bis ich meinen Beruf wechselte (oder wechseln musste) war die Kamera mein ständiger Begleiter im Wald. Vielleicht rühren daher auch meine Ambitionen zur Natur- und Landschaftsfotografie. Dann aber liess das Interesse aufgrund persönlicher und beruflicher Veränderungen nach. Seit ca. zehn Jahren fotografiere ich wieder und zwar vorrangig digital.

das Besondere an der Fotografie: Entspannung und Kreativität

Das Besondere an der Fotografie: Entspannung und Kreativität

Das Besondere an der Fotografie ist für mich, dass ich beim Fotografieren abschalten kann! Zu meiner aktuellen Berufstätigkeit bietet das Fotografieren den idealen Ausgleich. Hier kann ich entspannen und die Seele baumeln lassen. Manchmal vergesse ich darüber Zeit und Raum. Ich mache mir beim Fotografieren keinen Stress und muss mich nicht in einen Leistungswettbewerb mit anderen stellen. Zugegeben: der Wettbewerb unter Fotografen ist zwar auch da, aber mich tangentiert dieser eher peripher. Ich freue mich, über eigene Fotos, die mir gefallen und auch über schöne Fotos von anderen Fotografen. Nicht zuletzt sind diese Inspiration und Ansporn dazu, in der Fotografie besser zu werden.

Beim Fotografieren kann ich kreativ sein – auch über das Mass. Das bedeutet für mich einerseits neue Techniken auszuprobieren und dabei bei den Motiven auch einmal über den Tellerrand zu schauen. Zwar sehe ich mein Faible in der Natur- und Landschaftsfotografie, aber gern probiere ich auch neues in anderen Bereichen aus. Es interessiert mich mehr, was man mit „alter“ Technik noch anstellen kann anstatt sich immer die neuesten Kameras und Objektive zu kaufen. Andererseits ist es auch für mich spannend, ein von mir fotografiertes Motiv auch Jahre später dann noch besser abzulichten.

das Besondere an der Fotografie: Bewegung und Herauskommen

Das Besondere an der Fotografie: Bewegung und Herauskommen aus dem Alltag

Richtige Natur kann ich oft nur ausserhalb von Städten erleben. Oftmals sind dabei nicht unerhebliche Wegstrecken zu überwinden. Aber mehr und mehr kommt die Natur auch wieder zurück in die Städte. Solange ich keine Studiofotografie betreibe, muss ich hinaus gehen. Raus aus der bequemen Sofazone und aus dem Alltag. Egal womit und wie! In diesen Situationen ist es mir egal, ob ich wandere, Rad fahre oder irgendwo am Waldrand oder auf dem Deich sitze. Ich bin draussen in freier Natur! Dabei überrascht mich diese jedesmal aufs Neue. Und das ist auch das Besondere: mit der Fotografie kann ich neue Orte sehen und alte Orte neu sehen.

Der Aufenthalt in der Natur ist natürlich auch ohne Kamera toll. Doch ich möchte diese Faszination unserer Natur konservieren. Für mich und natürlich für andere. Niemand weiss, wie in ein paar Jahren unsere Natur aussehen wird.

das Besondere an der Fotografie: Erinnerung, Dokumentation, Faszination und Vision

Das Besondere an der Fotografie: Erinnerung, Dokumentation, Faszination und Vision

Durch meine Tätigkeit im Naturschutz bin ich bereits frühzeitig dazu übergegangen, den Zustand unserer Natur zu dokumentieren. Neben der praktischen Naturschutzarbeit zählten dazu auch das Mitarbeiten an Kartierungsprogrammen, die Mitarbeit bei der Schaffung von Schutzgebieten und dem Erstellen von Pflege- und Entwicklungsplänen (wie es heute so schön auf neudeutsch heisst). Womit kann man besser dokumentieren als mit der Kamera?

So werden meine Fotos für mich nicht nur zur Erinnerung. Ebenso sollen sie als Dokumentation dienen. Seit den letzten Jahren versuche ich in meine Fotos die Gefühle hineinzubringen, welche mich im Moment der Aufnahme bewegten. Ich möchte mit meinen Fotos dem Betrachter die Faszination unserer schönen Natur vor Augen führen. Toll wäre es, wenn viele dann denken: „Mensch, da ist etwas, das lohnt sich zu schützen!“. Genau das ist meine Vision und diese möchte ich verbreiten. In meinen Bildern, auf meinem Blog und überall sonst.

das Besondere an der Fotografie: Gefühle transportieren - Nichts ist inniger als Mutterliebe, hier bei den Keggelrobben

Ich glaube, das ist das Besondere an der Fotografie! (von mir)

Dieses Zitat kam mir gerade beim Überlegen zu diesem Beitrag in den Sinn. Das ist es, was ich als das Besondere an meiner Fotografie sehe. Und jetzt bist du dran: Was ist das Besondere an der Fotografie von dir? Schreib doch einfach mit bei der Blogparade von Melanie und Thomas Warum Fotografie ein grossartiges Hobbie ist!

[Update: 18.07.2018] Hier findest du eine Auflistung der anderen Beiträge dieser Blogparade. Jeder hat seine eigene Sicht auf dieses Hobbie. Dennoch gleichen sich alle doch irgendwie.

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

3 Replies to “Was ist für mich das Besondere an der Fotografie?”

  1. Guten Morgen Torsten,
    beim Durchstöbern der Teilnehmer an der Blogparade bin ich auf deinen Beitrag gestossen. Dein Beitrag ist klasse und ich kann alle deiner genannten Punkte so unterschreiben. Besonders die Punkte Entstannung, Kreativität und Herauskommen treffen den Nagel auf dem Kopf
    Ich habe gestern ebenfalls einen Beitrag zur Blogparade veröffentlicht. Falls du neugierig bist und mal gucken möchtest: https://www.jennifer-alka.photography/single-post/Blogparade-7-Gruende-warum-die-Fotografie-ein-grossartiges-Hobby-ist

    Liebe Grüße und mach weiter so
    Jenny

    1. Hallo Jennifer,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Schön, dass du dir die Zeit genommen hast und du die Punkte ebenfalls unterschreiben könntest. Ich bin jetzt auf deinen Beitrag gespannt.

      Beste Grüsse

      Torsten

  2. Guten Morgen Torsten,

    vielen Dank für Deinen tollen Beitrag zu unserer Blogparade.

    Das Hobby Fotografie alleine ist ja schon toll. Aber wenn man es, wie Du es machst, auch noch für ein Ziel einsetzen kann, dann ist es eigentlich unbezahlbar. Und gerade der Naturschutz sollte uns allen extrem wichtig sein. Vielleicht ist es auch ein Aspekt, den ich unwissentlich in meinen Fotos oft habe. Unsere Tier- und Landschaftsfotos sollen ja auch die Schönheit der Natur vermitteln. Vielleicht gelingt es damit, dass die Menschen ein klein Bisschen sorgfältiger mit unserer schönen Erde umgehen.

    LG Thomas

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