Seit der Idee für die Waldesruher Logistikgesellschaft WLG (iG) ist ein knappes halbes Jahr vergangen, nun ist es amtlich: die Waldesruher Logistikgesellschaft WLG wurde nun offiziell gegründet und in das Handelsregister eingetragen.

Nun kann das kommunale Unternehmen auch offiziell den Namen Waldesruher Logistikgesellschaft (kurz: WLG) führen. Der amtierende Vorsitzende Egon Schulze übergab gestern dem neu ernannten Geschäftsführer, dem allseits bekannten Bahnhofsvorsteher Egbert Müller,  symbolisch den Schlüssel für dieses neue wirtschaftliche Standbein des Ortes Waldesruh.

Während der feierlichen Zeremonie führte Egon Schulze die Bedeutung der Waldesruher Logistikgesellschaft für den Ort aus: „In heutiger Zeit ist die Logistik nicht mehr aus unserem Leben weg zu denken. Die Gesellschaft produziert immer mehr Verkehr, sei es durch die Auslagerungen von Produktionen, übermäßigen Konsum oder Massentourismus. Damit hängen auch viele negative Begleiterscheinungen zusammen. Umweltverschmutzung, Ressourcen- und Flächenverbrauch, Stress in der Arbeitswelt oder eine Zunahme von Zeit- und Leiharbeitsverhältnissen – nur um einige zu nennen!“

Der Ortschaftsrat Waldesruh möchte mit der Waldesruher Logistikgesellschaft WLG diesem Trend in der Gesellschaft zumindestens für Waldesruh entgegentreten. „Es gibt viele Unternehmen in der Logistikbranche und alle streiten sich um ein Stück vom großen Kuchen. Eine der Folgen davon ist, daß überall neue Flächen für Logistikzentren versiegelt werden. In Waldesruh ist nun die Logistikbranche kommunal geregelt. Die WLG wickelt alle Transporte und weitere logistischen Aktivitäten für Waldesruh ab. Somit kommen alle Leistungen aus einer Hand.“ führte Egbert Müller die Grundphilosophie des Unternehmens aus.

Somit wird auch das Sägewerk und die Spielzeugwarenmanufaktur durch die WLG betreut werden. Der gesamte kommunale Waldesruher Fuhrpark inkl. der Bahnfahrzeuge gehen in das Vermögen der WLG über. Anlieferungen von Drittfirmen werden ebenfalls  über die WLG abgewickelt. Auf einer Fläche unweit des Bahnhofes wird deshalb zunächst ein Betriebshof der WLG errichtet.

Die Arbeitskräfte der WLG kommen aus den entsprechenden Bereichen des Sägewerkes, der Spielzeugmanufaktur und des Regionalbahnverbandes. Weitere Mitarbeiter sollen vorrangig aus Waldesruh und den Nachbargemeinden eingestellt werden.

Alle Beschäftigten werden gemäß des Waldesruher Entgeltabkommens bezahlt. Dieses richtet sich nach den jeweils gültigen Tarifverträgen zuzüglich einer Zulage, welche von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens abhängig ist.

In einem integrierten Verkehrskonzept sollen die bestehenden Anforderungen umgesetzt und auch auf den Tourismusbereich ausgedehnt werden. Egon Schulze ist sich sicher: „Wenn das Beispiel in Waldesruh Schule macht, haben wir schon einiges erreicht.“

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