05. Geschichte

03_Arbeiten an der AusgrabungsstätteDie Geschichte der Ortschaft Waldesruh geht wahrscheinlich auf eine kleine Köhleransiedlung zurück, in der einige Köhler schon um das Jahr 800 herum die umliegenden Wälder dazu nutzten, um Holzkohle herzustellen.

Dies legen zumindestens archäologische Untersuchungen nahe, die im Rahmen des von Erich Mielke geplanten und gebauten Jagdhauses durchgeführt wurden.

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes war das Jahr 936. Der damalige Kaiser Otto I. bescheinigte in einer Urkunde an das damalige Reichsstift Quedlinburg die Schenkung des Fleckens Waldesruhe mitsamt zugehörigen Köhlerfamilien.

Im Jahre 1523 bescheinigt der Stadtrat von Quedlinburg dem damaligen Müller Sabenius den Erhalt von 10 Zentnern „feinestem gemahelen Mehle von Bucheckern für die bürgermeisterliche Tafel“.

Kaiser Wilhelm I. berichtet in seinen Aufzeichnungen 1863 von der„offenen und herzlichen Aufnahme durch die Leute in Waldesruh“.

Selbst in späteren Jahren ist vom Ort Waldesruh nur sehr selten die Rede. Belegt sind Aufzeichnungen und Planungen von Reichsjägermeister Göring und vom Minister für Staatssicherheit der DDR Erich Mielke.

Aufschluß über die weitere Geschichte des Ortes können sonst nur dem Bärenwirt vorliegende Kirchenbücher geben, an deren Erforschung zur Zeit gearbeitet wird.

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