Waldesruh erhält einen Truppenübungsplatz

Heute am 1. April ist es endlich Gewissheit, was einige Monate zuvor bereits als Gerücht durch den Ort kursierte. Waldesruh erhält einen Truppenübungsplatz! „Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten bieten sich in Waldesruh optimale Möglichkeiten, um hier die Truppen der Bundeswehr und der verbündeten Armeen zu trainieren.“ verkündet der Ortsvorsteher Egon Schulze.

Waldesruh erhält einen Truppenübungsplatz

Waldesruh erhält einen Truppenübungsplatz

Der internationalen Entwicklung geschuldet sei, dass Deutschland und die Bundeswehr verpflichtet sind mehr in ihre Armee zu investieren. Deutschland vergrössert die Anzahl seiner Soldaten. Zudem wird auch mehr in Material investiert. Dieses Vorhaben schliesst eine Erweiterung der Infrastruktur an Gebäuden, Kasernen und auch Übungsplätzen mit ein.

Deshalb informiert der Ortschaftsrat heute zum ersten Spatenstich alle Waldesruher Einwohner. Zu Gast ist ebenfalls der Stellvertreter des stellvertretenden Sprechers des Verteidigungsministeriums, Generaloberst G. Flunker. Der zeigte sich ausserordentlich erfreut, dass die Waldesruher so komplikationslos dem Vorhaben der Bundeswehr zugestimmt haben. „Hier zeigt sich wahre Heimatliebe!“ bekräftigt der Generaloberst die Zustimmung.

Massive Einschränkungen auf bestehenden Übungsplätzen

Mittlerweile gebe es auf bereits bestehenden Truppenübungsplätzen massive Einschränkungen seitens des Naturschutzes. Gerade in den Gebieten, in denen der Wolf seit mehreren Jahren wieder heimisch ist, dürfe nicht mehr ohne weiteres von der Truppe geübt werden. Deshalb sei man erfreut, dass die Waldesruher einen Grossteil ihrer Gemeindemarkung für die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland hergeben.

Egon Schulze erklärte, dass in den Verhandlungen zum geplanten Turppenübungsplatz Einigkeit darüber herrschte, dass der Nationalpark Waldesruher Höhenzüge nicht angetastet werden soll. Der Nationalpark muss erhalten bleiben. Schliesslich sei dieser ein Garant für das wirtschaftliche Wohlbefinden des Ortes und der Nachbargemeinden.

Mit dem neuen Truppenübungsplatz erschliesse sich die Gemeinde allerdings eine weitere Einkommensquelle. Nachdem schon weitere Investitionsmaßnahmen (hier, hier oder hier und hier) nicht zum Erfolg geführt haben, hoffe der Ortschaftsrat nun, dass dieser Truppenübungsplatz die weitere finanzielle Zukunft des Ortes sichern wird.

Waldesruh idealer Standort für die Truppe

Der Truppenübungsplatz wird weite Bereiche des Rambergforstes mit den angrenzenden Flächen im Nordosten des Ortes umfassen. Zudem sei am Ortsrand der Bau einer Kaserne für 10.000 Soldaten geplant. Über eine moderne und grosse Zufahrtsstraße sollen sowohl der Übungsplatz als auch die Kaserne erreicht werden können. Geübt werden sollen hier unter anderem das Zusammenspiel zwischen Artillerie und Panzerbataillionen. Die Einschränkungen für die Waldesruher und ihren Gästen sollen sich auf das Mindeste beschränken.

Waldesruh sei ein idealer Standort für die Truppe. „Die Lage des Ortes verschafft uns die Möglichkeiten in einer Gebirgsregion zu üben. Vielfältige militärische Optionen wie Festungsbau oder Häuserkampf im Gebirge können hier nachgestellt werden.“ so Generaloberst G. Flunker zu den Waldesruhern.

„Seitens der Truppe sind dem Ort Waldesruh weitreichende Zusagen gemacht wurden.“, erklärte Egon Schulze. „Alle Zivilangestellten werden vorrangig aus dem Ort und den Nachbargemeinden eingestellt.“ Weitere Arbeitsplätze entstehen in den sich im Ort ansiedelnden Zuliefererfirmen und Dienstleister für die Truppe. Die Waldesruher werden endlich richtiges Geld verdienen!

Edgar Ente

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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