Preisvergleichsportale im Internet sind eine feine Sache. Man scannt einen Barcode oder gibt seine gewünschten Prämissen in ein Formular ein und schnell erhält man eine Übersicht mit Preisen und Anbietern. Nur noch selbst vergleichen und entsprechend seinen Prämissen auswählen muss man. Minimalistischer und bequemer geht es eigentlich nicht.

Und dann gibt es noch solche Portale wie flüge.de  oder ab-in-den-urlaub.de.  Das Prinzip dahinter ist das Gleiche wie bei anderen Portalen. Diese Seiten gehen nur noch einen Schritt weiter. Der Benutzer kann hier gleich das entsprechende Produkt mit buchen.

Doch dabei ist Vorsicht angebracht. Viel zu oft sind bei diesen Seiten in den Formularen durch voreingestellte Auswahlkriterien Prämissen schon vorab gewählt. Diese kosten dem Verbraucher zusätzlich Geld.

Im besten Fall wird dieser Fehler noch vor dem eigentlichen Buchungs- und Bezahlvorgang bemerkt. Im schlimmsten Fall wundert man sich nach dem Bestätigen, was man denn alles eingekauft hat – eine Jahresreiseversicherung, welche sich automatisch jedes Jahr verlängert oder einen Flug zu einem ganz anderen Flughafen als den ursprünglich gewünschten. Von einer Preistransparenz, wie selbst schon von der EU gefordert, ganz zu schweigen.

Gerade bei denen zur Unistergruppe gehörenden o.g. Seiten ist diese Vorgehensweise trotz vielfältiger Medienberichte, Gerichtsurteile und Mitteilungen der Verbraucherzentralen immer noch eine gängige Masche den Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ist man einmal in diese Fallen getappt, hat man es schwer, sein Geld zurück zu bekommen.  Hier möchte ich eindrücklich alle User vor dem Gebrauch aller Seiten, welche solcherart Praktiken ausüben, warnen.

Besser ist es auch hier back to the roots zu gehen – das heisst, wieder eine Buchung im Reisebüro um die Ecke oder (wenn es im Internet sein muss) direkt bei der Airline oder dem Hotel.

Das Prominente wie Kallmund oder Ballack für diese zwielichtigen Firmen überhaupt noch werben, ist für mich ebenso unverständlich. Zeigt es mir doch nur wieder, dass Menschen für Geld vieles machen, obwohl es gegen die guten Sitten verstösst und schon als Betrug gewertet werden kann!