Verpasste Chancen – ein aufgeschobenes Leben

Finanzielle Verpflichtungen, Überstunden, Streß, Ärger in der Partnerschaft,  Wohnungen und Häuser, welche vollgestellt mit Dingen sind, die gesellschaftlichen Moralvorstellungen, unser gesundheitlicher Zustand und nicht zuletzt wir selbst sind der Grund dafür, dass wir eine Vielzahl unserer Träume und Chancen nicht leben.

Die junge Julia Engelmann aus Bremen bringt es zur Zeit mit ihren Auftritt beim Bielefelder Poetry-Slam bei der Internetplattform Youtube zu einem Internetstar.  Den Link zum Youtube-Video gibt es hier.

Julia scheint damit einen Nerv unserer Zeit getroffen zu haben. Mich regte dieser Vortrag jedenfalls gehörig zum Nachdenken an.

Was machen wir eigentlich aus unserem Leben? Lassen wir uns verplanen und von fremden Zwängen aufdiktieren, wie wir unser Leben zu leben haben? Verpassen wir unsere Chancen, schieben wir unser eigenes Leben nur auf auf spätere Zeiten?

Wie ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe, habe ich mir für dieses Jahr das erste Mal keine guten Vorsätze genommen. Das Leben ist nicht planbar. Aber unser Leben einfach so dahin zu leben oder noch viel schlimmer, unser Leben nur für andere zu leben – das kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein!

Ich möchte, ich hätte, ich könnte, ich sollte – diese Worte lohnt es sich aus seinem Wortschatz zu streichen. Stattdessen lieber die Worte ich mache, ich habe, ich kann, ich will  benutzen. Wer erinnert sich denn noch an seine Träume aus Kindheitstagen? Welche davon wurden dir oder hast du dir selbst erfüllt?

So ist es jeden Tag im Leben. Wir stehen auf und gehen arbeiten, um Geld für unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Nachmittags oder abends kommen wir nach Hause, dort warten dann Haushalt und im besten Fall noch die Familie auf uns. Es gibt vielleicht noch etwas Freizeit mit Freunden, dann auf das Sofa, den Fernseher einschalten und dann ab ins Bett, um am nächsten Morgen wieder mit den gleichen Ritualen anzufangen. Wir führen ein Leben im Hamsterrad und sind uns dessen meistens gar nicht bewusst.

Wir führen ein aufgeschobenes Leben und wenn unser endliches Leben sich dem Ende entgegen neigt, dann wird uns klar, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um uns unsere Träume zu erfüllen – das was wir eigentlich schon immer machen wollten und das was wir dann doch immer wieder auf später verschoben haben.

Wir besitzen viele Dinge, die unsere Zeit in Anspruch nehmen und wir stürzen uns in unnötigen Konsum, um uns zu belohnen. Wir bleiben gern noch etwas länger im Büro, weil ein Projekt unbedingt fertig werden muss und wir den Zeitplan immer wieder zugunsten anderer Sachen aufgeschoben haben. Wir umgeben uns mit vielen Freunden, deren Freundschaft jedoch nur oberflächlich ist.

Eine Entrümpelung und Minimalisierung unseres Lebensstiles kann uns dabei helfen, dass wir uns selbst unsere Träume schon jetzt erfüllen können. Denkt mal darüber nach!

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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