Verdacht auf Wolf von Förster Grünrock bestätigt

Mit dem Ergebnis der Genanalyse hat sich der Verdacht auf einen Wolf von Förster Grünrock bestätigt. Dieser Wolf soll für das vor ein paar Tagen bei Bauer Heinrich gerissene Schaf verantwortlich sein.

Die bei der Untersuchung des toten Schafes gefundenen Haare wiesen unzweifelhaft die DNS eines Europäischen Wolfes auf. Dieses Ergebnis hat der Förster nun schriftlich vom Landesamt für Naturschutz erhalten. Nun darf er auch eine Entschädigung an Bauer Heinrich zahlen.

Eigentlich ist er ganz glücklich, daß nicht der Luchs der Verbrecher war. So hatte es nämlich Bauer Heinrich vermutet. Nur, jetzt sollte sich in Waldesruh ein Wolf zeigen? Oder gar mehrere, ein ganzes Rudel? Dabei hatte Förster Grünrock noch keinen einzigen Hinweis auf diese Tiere gefunden. Kein hörbares Wolfsgeheul, keine Spuren. Nur das tote Schaf von Bauer Heinrich.

Es könnte durchaus sein, daß sich hier nur kurz ein Wolf auf Wanderschaft befand. Gerade Jungtiere wandern ab einem gewissen Alter vom elterlichen Wolfsrudel ab. Dabei sind sie dann auf der Suche nach einem neuen Revier. Wölfe waren bisher kein Thema in Waldesruh.

Förster Grünrock überdenkt sein weiteres Vorgehen. Er könnte das Vorhandensein eines Wolfes bekanntgeben. Schließlich ist bald wieder Einwohnerversammlung. Jedoch ist er sich dabei nicht sicher, ob seine Offenbarung dann nicht für Panik unter den Urlaubern sorgen würde. Schließlich sei ein Wolf kein Reh und schließlich wurde ein Schaf gerissen. Urlauber und Touristen könnten den gefährlichen Ort Waldesruh meiden.

Nach längerem Nachdenken beschloß er, erst einmal Ruhe zu bewahren. Das ist in solchen Situationen sowieso immer das Beste! Die Einwohnerversammlung ist erst in zwei Wochen. Bis dahin will er intensiv in der Waldesruher Gegend nach weiteren Spuren suchen.

Jetzt wird er erst einmal zu Bauer Heinrich fahren und ihm seine Entschädigung auszahlen. Zusammen mit einer Flasche Waldesruher Bitterblubber. Zudem wird er dem Bauer neue Schutzzäune und einen anständigen Herdenschutzhund empfehlen. Ausserdem soll der Bauer bitte keine Panik im Ort machen. Ob der Förster nicht besser zwei Flaschen vom Bitterblubber mitnimmt?

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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