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Beunruhigende Neuigkeiten gibt es vom Mühlenberg. Tante Rukolla, die Mühlenwirtin, konnte diese Nacht nicht einschlafen. Grund dafür war Sägelärm, der vom Mühlenberg herunter schallte. Gleich am Morgen begegnete ihr Förster Grünrock auf seiner täglichen Tour durch den Wald.

Dieser wusste von nichts. Seine Waldarbeiter hat er jedoch am anderen Ende des Waldes bei Pflanzarbeiten eingesetzt. Beunruhigt setzte er sich auf sein Moped und fuhr knatternd gleich nach dem Gespräch hinauf zum Mühlenberg.

Der Anblick, der sich ihm dort bot, beunruhigte ihn zusätzlich. Neben einigen Autospuren fand er auch einige abgesägte Bäume vor. Was hat das zu bedeuten? Holzraub? Das kann er sich nicht vorstellen, dazu waren die Bäume noch zu jung. Vielmehr wurde eine gerade Linie in den Wald geschlagen. Wer hat ein Interesse daran, abends und nachts im Mondlicht Bäume zu fällen?

Er beeilte sich in das Rathaus zu kommen, um dort mit Egon Schulze, dem Ortsvorsteher zu reden. Der war aber genau so ratlos wie Förster Grünrock. Es gibt zwar Gerüchte im Ort, dass die Lagen auf dem Mühlenberg an eine internationale Hotelkette verkauft wurden. Aber noch hat sich niemand bei Egon vorgestellt und eine Baugenehmigung beantragt.

Aus dem Archiv weiß Egon, dass ein Teil der Lagen der Gemeinde Waldesruh und auch zur Rukolla-Mühle gehören. Der größte Teil gehört jedoch dem alten Forstarbeiter Heinrich. Dessen Tochter ist mit Heiko Raffke verheiratet, dem Sohn vom Bauern Raffke aus der Kreisstadt. Sollte an den Gerüchten doch etwas Wahres sein und Heiko Raffke der Störenfried in der Gemeinde?

Der Ortsvorsteher wird sich gleich einmal an das Telefon klemmen und mit seinem alten Freund aus der Kreisbehörde reden. Vielleicht weiß der genaueres oder kann etwas in Erfahrung bringen.