Unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach

Schon einige Tage gibt es unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach. Diese Nacht hat sich jedoch ein Ereignis ereignet, welches das sofortige Handeln der Waldesruher erfordert.

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 01.04.2024 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 01.04.2024 .

Unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach

Schon einige Tage gibt es unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach. Diese Nacht hat sich jedoch ein Ereignis ereignet, welches das sofortige Handeln der Waldesruher erfordert. Was geht hier in Waldesruh vor, fragt sich der Waldesruher Tagesbote.

Unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach

Unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach

Angefangen hatte alles mit ein paar toten Fischen. Diese hatte Tante Rukolla unweit der Rukollamühle direkt am Mühlenbach gefunden. Das ist eigentlich alles gar nicht seltsam. Denn tote Fische gibt es immer wieder einmal hier. Denn auch in Waldesruh dauert ein Leben nicht ewig. Aber in den letzten Tagen traten die Todesfälle bereits gehäuft auf.

Natürlich hatte Tante Rukolla auch Förster Grünrock deswegen informiert. Dieser entnahm dem Mühlenbach auch einige Wasserproben. Die Proben schickte er zur Untersuchung ein. Zwei Tage später lagen die Untersuchungsergebnisse vor. Die Wasserqualität hatte keinen negativen Einfluß auf die Fische. Auch waren fehlendes Wasser oder eine zu große Hitze in diesen Tagen kein Grund für ein eventuelles Fischsterben.

Dann waren mehrere Hunde und Katzen aus Waldesruh verschwunden. Besorgte Waldesruher informierten Ortsvorsteher Egon Schulze, daß ihr Fiffy oder ihre Minka nicht mehr zu Hause auffindbar waren. Auch hier war das geballte Auftreten der vermissten Tiere einer der unerklärbare Zwischenfälle im ansonsten beschaulichen Ort. Aus diesem Grund beschloß Förster Grünrock auch, seine täglichen Routinegänge auszudehnen. Unterstützung erhielt er dabei auch von Wachtmeister Hoffmann.

Unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach - Tante Rukolla im Gespräch mit Bauer Heinrich

Der Augenzeuge

Einen weiteren entscheidenden Hinweis auf die Quelle der unerklärbare Zwischenfälle lieferte Bauer Heinrich. Den traf Tante Rukolla ebenfalls am Mühlenbach. Ihr fiel sofort die Unruhe des Bauers auf. Sonst war Heinrich ein eher ruhiger Zeitgenosse. Sicher, er war einer der besten Freunde vom Waldesruher Bitterblubber. Aber heute wirkte er fast nüchtern. Aufgeregt erzählte er von einem großem fischartigen Wesen, welches er am Rande des Mühlenbaches gesehen hat. Knappe fünf Sekunden soll die Begegnung gedauert haben.

Bauer Heinrich war auf dem Weg zu seiner Waldweide. Als er am Mühlenbach entlang ging, konnte er Rehbock Weißzack beobachten. Der Rehbock, zur Zeit noch mit Bastgehörn und grauem Fell unterwegs, trat zum Trinken an den Bach. Aufmerksam witterte er, aber bemerkte den Bauer nicht. So beugte er seinen Kopf zum Wasser hinab und wollte trinken. In diesem Moment schoß dieses Wesen aus dem Wasser und riß den Rehbock in den Bach. Für ein paar Sekunden entstand eine Wolke aus Wassertropfen, Laub, Gras und Erde. Als sich die Wolke wieder legte, war der Rehbock verschwunden und auf dem Wasser waren nur kleine Wasserringe zu sehen.

Bauer Heinrich führte Tante Rukolla, Förster Grünrock und die anderen Anwesenden zu der Stelle am Bach, an welcher der Rehbock verschwand. Hier waren die Spuren eines Kampfes noch zu sehen. Alles deutete darauf hin, daß der Rehbock und die anderen Tiere wohl das Opfer eines anderen Tieres geworden sind. Zwar geistert in Waldesruh seit Jahrhunderten die Geschichte vom alten Hecht im Mühlenbach herum. Und 2019 hatte ein ambitionierter Hobbyfotograf ein unscharfes Foto eines Ungeheuers im Rathaus vorgelegt. Sollte nun eine weitere reißende Bestie in Waldesruh vorkommen? Um das liebenswerte Nü dürfte es sich dabei jedoch nicht handeln.

Pressekonferenz zu den Vorfällen

Der Ernst der Lage ist den Waldesruhern bewußt. Was ist, wenn Urlauber oder Einheimische durch das unbekannte Wesen zu Schaden kommen? Die Sicherheit geht hier eindeutig vor! In einer spontan anberaumten Pressekonferenz informieren die Verantwortlichen die Öffentlichkeit. Als eine der ersten Vorsichtsmaßnahmen wird ein außerörtliches Betretungsverbot des Nationalparks im Bereich des Mühlenbaches angeordnet. Die Gemeindearbeiter werden das betroffene Gebiet weiträumig absperren.

Die Rukollamühle und das angeschlossene Kaffee müssen leider vorerst geschlossen bleiben. Tante Rukolla darf ihre bisher gefertigten Torten noch in Begleitung von Wachtmeister Hoffmann aus dem Gebäude holen. Die Torten dürfen nun beim Bärenwirt durch die Urlauber verköstigt werden.

Förster Grünrock wird mit den Forstarbeitern in 3-er Gruppen die Gegend observieren. Im Notfall haben die Jagdgenossen selbstverständlich eine Schußerlaubnis. Allen anderen Wanderern, Urlaubern und auch den Einheimischen wird empfohlen, sich nicht mehr zwanzig Meter von ihrer Unterkunft in die freie Natur zu begeben. Auch nach Eintritt der Dunkelheit sollte man besser im Haus bleiben.

Egon Schulze zeigte sich erleichtert, daß erst zum Schluß der Osterfeiertage die unerklärbare Zwischenfälle am Mühlenbach bekannt geworden sind. So hatte man wenigstens ein paar Tage der Unbeschwertheit genießen können. Edgar Ente und der Waldesruher Tagesbote werden weiter berichten, wenn es an diesem 1. April Neuigkeiten zu berichten gibt.

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