DSCN5880„Als Fräulein Krause mich um Hilfe bat, wusste ich noch gar nicht, was da auf mich zu kommt.“ erzählte Egon Schulze im Vertrauen zu Edgar Ente.

„Ich war bei den Gemeindearbeitern auf der Baustelle wegen der fehlerhaften Internetverbindung. Die haben doch tatsächlich sogar den neuen Parkplatz aufgerissen!

Und da die Arbeiter keinen Fehler finden konnten, war ich natürlich schon fast auf 180. Keiner will es gewesen sein und alle schieben die Schuld von sich weg. Jetzt reicht es! Wir ziehen das Internet um!“

Im Rathaus angekommen will Egon gleich an das Telefon. Er kennt in der Kreisstadt einen Fachmann, der die Leitung einmal durchmessen kann. Und dieser hat erwartungsgemäß festgestellt, dass die Leitung in Ordnung ist.

Doch Fräulein Krause kommt ihm zuvor: „Egon, ich habe ein Problem. Wir haben bisher in diesem Jahr keine Besucher in Waldesruh gehabt.“ Hörbar klappt Egon die Kinnlade bis auf die Brust: „Das kann nicht sein, ich habe doch jeden einzelnen beim Begrüßungscocktail die Hand geschüttelt. Das schau ich mir jetzt genauer an!“

Langsam quält sich die Internetleitung auf den Server. Endlich im Backend angekommen wird Egon ganz bleich: „Uschi, hast du keine Datensicherung gemacht?“ und Fräulein Krause (deren Vorname nun endlich gelüftet wurde) meinte, dass dies doch automatisch gehen sollte.

„Klar, es hat ja auch automatisch alles funktioniert. Es lief jede Nacht eine Sicherung – bis zum 19.12. letzten Jahres.“ vergewisserte sich Egon noch einmal. „Da muss jemand am Server rumgespielt haben, dass diese Automatik nicht mehr funktioniert. Jetzt reicht es, wir kündigen!“

Und nun begeht Egon Schulze eine Tat, die er noch bereuen wird – er zieht entnervt den Stecker der Stromversorgung. Plötzlich macht es im Rathaus bumms, Rauchschwaden quellen aus den Fenstern des Büros und Fräulein Krause und Egon Schulze stehen im Dunkeln da.