Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Der Tag des Artenschutzes wird seit 213 an jedem 03. März offiziell begangen. International wird dieser Tag als World Wildlife Day bezeichnet. Wieder einmal wurde ein Tag im Jahr für etwas Wichtiges benannt. Doch Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Tag des Artenschutzes soll uns an das Massenaussterben erinnern

Wir leben im sechsten Massenaussterben der Weltgeschichte. Täglich verschwinden Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich von der Erde. Die Folgen, welche dieses Verschwinden mit sich bringt, können wir bisher nur ahnen.

„Ohne das Zusammenspiel der Arten gäbe es kein Leben auf diesem Planeten. Es braucht Pflanzen und Pilze, die aus unbelebter Materie Biomasse erzeugen können. Es braucht Tiere, die sich davon ernähren und andere Tiere, die sich von Tieren ernähren. Und es braucht Lebewesen, die tote Lebewesen wieder ersetzen und darauf wieder neues Leben ermöglichen.“
Verein Pro Natura

Besser und schöner wird diese Welt dann sicherlich nicht werden. Denn das Leben auf der Erde ist ein riesiges System, welches sich gegenseitig bedingt. Alles hängt irgendwie von allem ab. Der Tag des Artenschutzes soll uns an dieses Massenaussterben erinnern.

Wenn Arten wie das Breitmaulnashorn, der Gorilla oder der Eisbär aussterben, ist das zwar traurig, aber für uns Menschen noch nicht existenzbedrohend. Wann und an welcher Stelle bricht das fragile Netz des Lebens zusammen? Darauf hat die Wissenschaft noch keine Antwort. Unsere Politiker noch weniger. Aber wenn es weiter so geht mit dem Artensterben wie bisher, wird der Tag des Artenschutzes ein Tag der Erinnerung an unsere Artenvielfalt.

Lies hier bei anderen Bloggern, welchen Arten heute das Aussterben droht:

Gerade kleine und unscheinbare Arten wie der Krill, unsere Wildbienen oder der Regenwurm spielen eine grosse Rolle im Naturkreislauf. Über die Bedeutung des Artenschutzes hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einige Informationen auf die eigene Webseite gestellt.

Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Meine eigenen Erfahrungen

Wenn ich mir eigene, zwanzig Jahre alte Fotos aus meiner Heimat anschaue und mit dem aktuellen Zustand vergleiche, fällt mir einiges auf. Die Ortschaften sehen bunter aus, es ist vieles saniert und restauriert wurden. Es gibt neue Straßen und Autobahnen. Die Auslagen der Geschäfte sind heute bunt und übervoll. In den Dörfern und Städten tobt das Leben – auch die Natur kommt hier in gewissen Maßen auf ihre Kosten.

Je weiter ich aber in die Natur hinausgehe, in die Felder und Wälder, umso steriler, eintöniger und langweiliger wird das Leben dort. Riesige Felder, Monokulturen oder Industriegebiete vernichten die einst abwechslungsreichen Lebensräume. Jenseits von Nationalparken und Naturschutzgebieten ist kein Platz mehr für unser wildes Deutschland.

Ausserhalb Deutschlands und Europas sieht es für die Natur noch schlimmer aus. Das natürliche Artensterben weltweit läuft durch menschliche Eingriffe 1.000mal schneller ab! Und nur wenige Menschen interessiert es wirklich. Das Artensterben muss mehr angesprochen werden in allen Bereichen. Deshalb ist es wichtig, dass es den Tag des Artenschutzes gibt.

1991 habe ich zusammen mit einem Schulfreund die Gemarkung unseres Heimatdorfes hinsichtlich natürlicher Lebensräume abgesucht und erfasst. In der Anfangszeit wurde ich deswegen als „grüner Spinner“ belächelt. Aus dieser Erfassung heraus sind jedoch Vorschläge zur Gestaltung und zum Biotopverbund in der Gemarkung entstanden. Vieles davon wurde in den Jahren darauf durch die fleissigen ABM-Kräfte des Ortes umgesetzt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, wo für die Naturschutzmaßnahmen auch Arbeitskräfte benötigt (und bezahlt) wurden, war das Projekt im Ort angekommen.

Lies hier bei anderen Bloggern über Artenschutzprogramme weltweit:

Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Was kannst du tun … ?

Arten können nur überleben, wenn sie die für sich notwendigen Lebensräume weiterhin vorfinden. Viele Arten werden aber auch wegen Wilderei, Übernutzung oder Ressourcenverschwendung aussterben. Jetzt kann man sich natürlich entspannt zurücklehnen und sich darüber Gedanken machen, warum ausgerechnet ich gegen das Artensterben kämpfen soll. Oder man wird selbst aktiv und handelt! Und das am besten nicht nur am Tag des Artenschutzes, sondern an jedem Tag des Jahres!

Hier findest du einige Ansatzpunkte, um selbst etwas für den Artenschutz zu tun:

Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

… mit persönlichem Engagement

Am meisten kannst du für den Artenschutz erreichen, wenn du dich für einen nachhaltigen und bewussten Lebensstil entscheidest. Alles, was du kaufst oder verbrauchst, muss irgendwie und irgendwo produziert werden. Unter den vielen Möglichkeiten, die sich dir bieten, hast du auch immer die Wahl, dich für ein nachhaltiges Produkt zu entscheiden. Oder letztendlich für keines.

Kauf dir nicht irgendwelche billigen Sachen, die du eh nicht brauchst, die nach wenigen Tagen wieder kaputt gehen oder die bald wieder unmodern und uncool sind. Nebenbei sparst du mit dem Nichtkaufen auch eine Menge Geld.

Kaufe Lebensmittel aus nachhaltiger Nutzung, aus ökologischen Landbau oder aus regionaler Herkunft. Damit sparst du lange Transportwege, die Lebensmittel sind frischer und du unterstützt Bauern aus deiner Region.

Achte auf unnötigen Verpackungs- und vor allem Plastikmüll. Kaufe so etwas erst gar nicht, denn es kostet dein Geld. Glaube auch bitte nicht an die Recyclinglüge. Auch aus Deutschland wird viel Müll in andere Länder exportiert und landet dort dann unter Umständen im Ozean.

Veranstalte einen Flohmarkt gemeinsam mit den Menschen aus deiner Nachbarschaft. Du kannst dort Dinge verkaufen, die du nicht mehr benötigst. Damit bekommst du Platz in deiner Wohnung und füllst dein Sparschwein auf. Und du lernst dabei deine netten Nachbarn kennen.

Schalte deinen Kopf ein! Letztendlich belastest du mit überlegten Handeln nicht die Umwelt und machst dich auch nicht mitschuldig an der Ausrottung ganzer Tier- und Pflanzenarten. Du sparst jede Menge deines Geldes und somit deiner Lebenszeit.

Lies hier bei anderen Bloggern, was sie machen:

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… mit gesellschaftlichem Engagement

Wir in Deutschland haben den Luxus von soviel Freizeit wie noch nie. Teilweise arbeiten Angestellte und Arbeiter nur 35 Stunden die Woche. Den Rest der Zeit kannst du für dich persönlich nutzen. Auch zum Wohle unserer Natur und Umwelt.

Informiere dich über Projekte zum Natur- und Artenschutz. Engagiere dich bei einem lokalen Naturschutzverein. Diese kümmern sich vielfach um den konkreten Naturschutz vor der Haustür. Gehe in Schulen und Kindergärten erzähle und zeige den Kindern dort die Natur. Wer schon frühzeitig begeistert ist, wird sich auch später engagieren.

Nimm an Demonstrationen für die Natur teil. Egal, ob gegen Atomkraft, gegen das Abholzen von Wäldern oder zum Klimaschutz. Für dieses Bürgerrecht haben unsere Vorfahren lange gekämpft! Spende für konkrete Naturschutzprojekte. Dabei hast du die Wahl. Auch international gibt es spannende und tolle Artenschutzprogramme.

Lies hier bei anderen Bloggern, wie du dich gesellschaftlich engagieren kannst:

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… mit praktischem Engagement

Auch durch viele kleine praktische Maßnahmen kannst du den Arten bei uns und weltweit helfen. Vielfach brauchst du gar nichts zu tun, denn das ist manchmal das Beste für unsere Natur. Erhalte deshalb einfach vorhandene Lebensräume. Ein Vorgarten mit einheimischen Büschen und Blumen sieht einfach geiler aus als ein steriler neumodischer Steingarten. Und die Insekten freuen sich darüber.

Oder schaffe selbst grosse und kleine Lebensräume: baue ein Insektenhotel oder einen Froschteich im eigenen oder im Schulgarten zum Beispiel. Lege eine Blumenwiese an. Trage im Herbst einen grossen Laubhaufen zusammen, in dem Igel und andere Kleintiere überwintern können. Hänge Nistkästen auf oder hilf Frösche über die Straße. Lass im Garten einmal alle Finger gerade sein und das Unkraut in einer Ecke ruhig wachsen.

Nutze bei deinen Reisen umweltverträgliche Transportmittel. Oder mach einmal Urlaub zu Hause und entdecke deine Heimat neu anstatt für ein paar Tage in die Sonne zu fliegen. Hilf während deines Urlaubs bei Artenschutzprogrammen mit. Geh mit offenen Augen und Ohren durch die Natur anstatt mit lauter Musik im Ohr.

Sammle den Müll auf, den andere Leute achtlos weggeworfen haben. Oder besser: sprich die Leute an, wenn du sie dabei erwischst.

Lies hier bei anderen Bloggern, welche Erlebnisse sie im Artenschutz haben:

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Mach etwas, damit jeder Tag ein Tag des Artenschutzes ist!

Wir haben jeder viele Möglichkeiten, uns für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz zu engagieren. Dabei müssen wir nicht alle alles machen. Die Hauptsache ist, dass jeder Einzelne von uns seinen Kopf einschaltet und einfach vorher einmal überlegt. Man braucht sich nicht in sinnloser Askese zu ergeben oder als totaler Minimalist zu leben.

Aber man muss schon in die Hufe kommen und selbst etwas machen. Von allein passiert nicht viel und wir sollten auch nicht warten, bis andere für uns handeln. An den obigen Beispielen und den verlinkten Beiträgen siehst du, dass du selbst viel machen kannst für den Artenschutz. Noch ist unsere Welt bunt und vielfältig. Möchtest du nicht, dass das so bleibt?

Jetzt bist du dran: Kennst du spannende Projekte, von denen andere Menschen erfahren sollten? Wie und warum schützt du unsere Natur? Was sind deine Tipps und Möglichkeiten für mehr Artenschutz im Alltag? Schreib mir in den Kommentaren oder per Email. Gern verlinke ich auch einen Beitrag von dir hier zum Artenschutz. Und abonniere doch meinen Newsletter, damit du keinen neuen Beitrag verpasst.

Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Beitrag hier weiter teilst und wir somit noch mehr Freunde für den Artenschutz gewinnen! Dafür Danke!

4 Replies to “Tag des Artenschutzes sollte an jedem Tag sein!”

    1. Hallo Sabine,

      es freut mich, wenn ich dir einige Anregungen geben konnte. Wichtig ist ja, dass wir alle jeder etwas machen – dann potenziert sich jeder kleinste Aufwand.

      Beste Grüsse

      Torsten

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