Dieses Jahr keine Sturmmöwenküken in der Bremer Überseestadt

Seit den 1980er Jahren existiert in der Überseestadt die einzige Kolonie von Sturmmöwen im Bundesland Bremen. Jedes Jahr brüten hier hunderte von Möwenpärchen ihre Eier aus und ziehen ihren Nachwuchs gross.

Doch dieses Jahr, so scheint es, wird es nichts mit den Möwenküken.

Auf noch umstrittene Weise sind mehrere hunderte Eier quasi über Nacht verschwunden. Die Meinungen über die Gründe gehen hier weit auseinander. Die Einen machen den Brutraub durch Menschen verantwortlich, die Anderen geben der Natur selbst (durch Ratten, die feuchte Witterung oder die Möwen selbst) die Schuld – letzteres klingt für mich plausibler.

Wie dem auch sei, wo sonst um diese Zeit mehr als tausend Küken zu sehen und zu beobachten sind, ist nun nichts. Mehr oder weniger „apathisch“ sitzen die Alttiere herum und wissen nicht so recht, waas sie mit sich anfangen sollen.

Ob die Möwen noch im nächsten Jahr an der gleichen Stelle brüten, ist fraglich. Immer weiter wird die Fläche bebaut und selbst für das Gebiet der Kolonie wurde eine Bebauungserlaubnis erteilt. Auch wenn Möwen nicht gerade die Highlights im Naturschutz sind, finde ich solcherlei Entscheidungen als falsch. Zwar werden sich die Möwen wohl sicher neue Nistplätze suchen. Doch durch die Entscheidung der Bebauung mit Luxuswohnungen und Büros zeigt sich wieder, wo die Prämissen der Politik immer noch liegen.

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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