Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028-027-085

Wir bewandern die bekannte Steinerne Renne bei Hasserode. Dabei sammeln wir die Stempel der Harzer Wandernadel HWN 028 - 027 - 085.

Geschrieben von Torsten Berg

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2023 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 06.10.2023 .

Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028-027-085

Hasserode ist heute ein Ortsteil von Wernigerode. In der Nähe des Ortes befindet sich die bekannte Steinerne Renne. Diese wollen wir bewandern und dabei die Stempel der Harzer Wandernadel HWN 028-027-085 sammeln.

Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028 - 027 - 085 - in der Schlucht Steinerne Renne

Start bei Hasserode

Hasserode mag vielen Menschen nicht geläufig sein. Der Ort liegt am Fuß des Harzes im Tal des Flusses Holtemme, die hier die berühmt Schlucht, die Steinerne Renne, geschaffen hat. Der Ort entstand im 12. Jahrhundert um die Burg Hasserode herum. Im 16. Jahrhundert fiel er fast wüst, bis der preussische König Friedrich II. im Jahr 1768 die Wiederbesiedlung anordnete. 1907 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Wernigerode.

Aber viele Menschen kennen wahrscheinlich das Hasseröder Bier, welches hier gebraut wird. Die Hasseröder Bierbrauerei wurde 1872 gegründet. Die alten Gebäude der historischen Brauerei wurden in den 1990er Jahren abgerissen. Die Brauerei fand im Gewerbegebiet von Wernigerode ihr neues Domizil.

In Hasserode wurden über viele Jahre Süßwaren, Schokoladen und Puffreis hergestellt. 1951 entstand aus den verschiedenen Fabriken der VEB (K) Argenta Süßwarenfabrik Wernigerode. Nach der Wende in der DDR wurde das Unternehmen von der Friedel Süßwarenfabrik GmbH übernommen.  Mit deren Insolvenz im Jahr 2002 endete die traditionsreiche Herstellung von Süßwaren hier in Hasserode.  Die Traditionsmarke Argenta ist mit altbekannten Produkten wie Nougattüten und Brockensplitter, aber auch mit neuen Kreationen seit 2004 wieder erfolgreich am Markt. Produziert wird an den neuen Produktionsstätten in Weißenfels, Sachsen-Anhalt.

Unsere Wanderung zur HWN 028-027-085

Vom Wanderparkplatz an der Bielsteinchaussee machen wir uns auf durch das Tal der Holtemme. Hier hat der kleine Fluss in mühsamer Arbeit mit Unterstützung anderer Naturgewalten auf rund 2,5 Kilometer Länge eine eindrucksvolle Schlucht hinterlassen – die sogenannte Steinerne Renne. In der Schlucht wechseln sich ruhige Gewässerabschnitte mit Wasserfällen und Stromschnellen ab. Schon zu Beginn des Tourismuswesens wurde das Tal eine der am meistbesuchten Schönheiten im Harz. Beim Bau der Schmalspurbahn im Harz wurde der Bahnhof Steinerne Renne angelegt.

Auf unserer Strecke durch die Schlucht legen wir rund 250 Höhenmeter zurück. Dabei wechseln wir aber ungefähr auf der Hälfte des Weges in die Kleine Renne auf den Kleinen Renneweg. Dieser fliesst neben dem Bach Kleine Renne, der in die Holtemme mündet. Der Weg ist etwas anspruchsvoll, aber die Mühe lohnt sich.

Über Steintreppen, Aufsteige und schmale Pfade wandern wir hinauf und genießen die Natur. Dabei kommen wir an einigen Klippenformationen vorbei. Und leider auch an vielen abgestorbenen Wald. Doch das ist eine eigene Geschichte. 

Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028 - 027 - 085 - Gasthaus Steinerne Renne mit der gleichnamigen Schlucht HWN 028

HWN 028 – Gasthaus Steinerne Renne

An den Renneklippen erwartet uns ein spektakulärer Ausblick. Nicht weit ist es von hier zum Gasthaus Steinerne Renne. Direkt am Felsrand gebaut, ist es ein beliebtes Fotomotiv. Hier stempeln wir die HWN 028. Im Jahr 1868 wurde hier zwischen dem Gastwirt Schwanecke und dem Grafen zu Stolberg-Wernigerode ein Pachtvertrag zum Aufbau eines Gasthauses geschlossen. Von der Bevölkerung wurde das neue Ausflugsziel hervorragend angenommen. Bereits 1871 konnte ein Antrag zur Erweiterung des Gasthauses gestellt werden. 

Nach einigen Eigentümerwechseln blieb das 1912 zum Hotel aufgewertete Gasthaus im Familienbesitz. 1956 erfolgte die Umwandlung zu einer HO-Gaststätte. 1971 wurde das Haus an das Kombinat VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ verkauft. Es diente als Betriebsferienheim mit öffentlicher Gaststätte.

Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028 - 027 - 085 - Blick auf den Ottofelsen HWN 027

HWN 027 – Ottofelsen

Weiter geht es für uns durch abgestorbene Wälder, in denen aber deutlich sichtbar ein neuer Wald am Wachsen ist. Vorbei an Klippen geht es für uns zum Ottofelsen (HWN 027).  Den Felsen sehen wir schon von Weitem. Denn auch er ist durch das Waldsterben ziemlich freigestellt. Man kann also dem Waldsterben auch einmal positive Seiten abgewinnen.

Die auch Ottofels genannte Steinformation ist eine etwa 36 m hohe und seit 1964 als Naturdenkmal ausgewiesene Granit-Felsformation. Der Felsen wurde nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt. Er gehört zu den schönsten und beliebtesten Aussichtsfelsen im Harz. Der Ottofelsen kann bestiegen werden und von ihm hat man eine super Aussicht. Der Aufstieg auf den Felsen ist über eine steile Treppe möglich. Er erfordert etwas Geschick und Konzentration. Der Ottofelsen weist die für Granit typische Wollsackverwitterung auf.

Steinerne Renne bei Hasserode HWN 028 - 027 - 085 - Wasserkunst im Thumkuhlental HWN 085

HWN 085 – Wasserkunst Thumkuhlental

Nächste Station ist die Wasserkunst im Thumkuhlental. Hier finden wir die Box und den Stempel der HWN 085. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurde das Thumkuhlental bergbaulich genutzt. Hier wurden vor allem Kobalt, Kupfer, Silber und Blei abgebaut. Hier am naturkundlich-geologischen Lehrpfad geben Schautafeln Blicke in die hiesige Bergbaugeschichte. 

Die hier befindliche Wasserkunst ist ein Nachbau der Technik zum Betreiben alter Bergwerksstollen. Mit Wasserrad, Feldgestänge und Pumpenturm ist die Anlage originalgetreu aufgebaut. Es ist schon eindrucksvoll zu sehen, welche Möglichkeiten und welches technische Geschick die Menschen bereits damals hatten.

An mehreren alten Stollen und durch Buchen-Hainbuchen-Wäldern wandern wir weiter. Wir gelangen schließlich zum Parallelweg der Bahnstrecke der Harzer Schmalspurbahn. Dieser führt uns zurück zum Wanderparkplatz.

Fotoimpressionen unserer Wanderung

Fazit der Tour

Auch wenn die Steinerne Renne ein Touristenhotspot ist, diese Tour muss man einfach machen!

 

Unsere Videoimpression der Wanderung

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Mehr Informationen

Informationen zur Wanderung

Dauer gesamt: 6:30 Stunden

Distanz: 11 Kilometer

Höhenunterschied: 370 Meter

Link zur Tour mit Trackdownload

Mit freundlicher Unterstützung von Komoot *

Startpunkt:

Wanderparkplatz an der Bielsteinchaussee

Bahnhof Steinerne Renne

Highlights unserer Tour:

  • Flußlauf der Holtemme mit Wasserfällen und Stromschnellen
  • Aufstieg durch die Kleine Renne
  • zahlreiche Ausichtspunkte
  • Waldgasthaus Steinerne Renne – HWN 028
  • Ottofelsen – HWN 027
  • Wasserkunst Thumkuhlental – HWN 085
  • alte Bergbaustollen
  • Feuersalamander
  • natürliche Walddynamik

Unsere Herausforderung für die Harzer Wandernadel

Challenge erfüllt zu 34%

Wir haben

76 Stempel

von 222 Stempeln erwandert!

  • Harzer Wandernadel in Bronze – 8 Stempel

  • Harzer Wandernadel in Silber – 16 Stempel

  • Harzer Wandernadel in Gold – 24 Stempel

  • Harzer Wanderkönig – 50 Stempel

  • Harzer Kaiserrucksack – 100 Stempel

  • Harzer Steiger – 111 Stempel

  • Harzer Kaiserschuh – 150 Stempel

  • Harzer Wanderkaiser – 222 Stempel

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