Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum

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Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum

Letzte Aktualisierung am 17. Februar 2021

Ich möchte in diesem Jahr verstärkt auf Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum gehen. Zu meinem Jubiläum! Denn ich darf in diesem Jahr schon 50 Jahre auf unseren schönen blauen Planeten weilen. 50 Jahre sind eine richtig, richtig lange Zeit. Vor allem wenn man noch jung ist. Unglaublich, was in diesen Jahren alles passiert ist.

Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum - der Blick in die Vergangenheit ist auch immer ein Blick in den Spiegel

Meine Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum

Während meiner Spurensuche möchte ich erzählen von Wendepunkten im Leben, von Momenten, in denen ich Entscheidungen treffen musste und etwas Neues gemacht habe. Von schönen Orten und Erfahrungen und auch von nicht so schönen Orten und schlechten Erfahrungen. Ich möchte Orte aufsuchen, die in meinem Leben eine Rolle gespielt habe und teilweise auch heute noch tun. Wenn ihr Lust auf eine kleine Zeitreise habt, ich lade euch recht herzlich ein!

Lebensläufe müssen nicht geradlinig sein,  Biografien haben Brüche – das macht sie so spannend

Los geht es, die Reise beginnt. Lass mich bitte aber vor Abfahrt kurz die Route meiner Spurensuche abstecken.

Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum - welche Spuren habe ich bisher hinterlassen?

Calbe / Saale

In der Rolandstadt am Saalebogen bin ich geboren. Ende April 1971 erblickt ich dort im Krankenhaus das Licht der Welt. Bollencalbe, wie die Stadt auch heute noch liebevoll genannt wird, war bis zu meinem 10. Lebensjahr mein Dreh- und Angelpunkt. Hier verlebte ich meine fröhliche und vergnügte Kindheit inmitten meiner Familie. Wir hatten eine grosse Altbauwohnung, einen Garten am Haus, Cousin, Cousine und die Schulfreunde gleich um die Ecke. Und natürlich war die Natur nicht weit weg. Der Bauernhof meines Schulfreundes, der Wartenberg, die Grüne Lunge oder der Heger mit dem Saaleufer. Calbe an der Saale – eine Kleinstadt in der Börde mit einer mehr als 1.000jährigen Geschichte. Und auch heute noch eine Stadt mit Potential. Auch wenn die Entwicklung dort in den letzten dreissig Jahren nicht ganz so glücklich war.

Kurz vor meinem 11. Geburtstag verstarb leider meine Mutter. Wie das dann  so ist, mein Vater lernte eine neue Frau kennen und wir zogen ein Jahr später um. OK, landschaftlich habe ich mich zu diesem Zeitpunkt verbessert.

Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum - welche Spuren habe ich bisher hinterlassen?

Rieder / Harz

Rieder, das Dorf am Harzrand. Direkt am nord-östlichen Rand des Harzes. Eine umwerfende Landschaft und die Landschaft mit der höchsten Artenvielfalt nördlich der Alpen. Hier erlebte ich meine Sturm- und Drangzeit. Von der 7. Klasse an bis hin zur abgeschlossenen Berufsausbildung war Rieder mein Heimatort. Das ist er auch heute noch. Auch wenn sich dort in den letzten Jahren ebenfalls viel geändert hat.

Schule, Abschlussprüfung, Jugendweihe, das erste Mal richtig besoffen betrunken, die erste Zigarette, der erste Kuss. Wehrerziehung, Staatsbürgerkunde, Jagdausbildung. Vorbereitung auf das Erwachsensein. Berufswahl und die Aussicht auf den Wehrdienst in der NVA. Das ist so eigentlich der Zeitpunkt, an dem sich die wichtigsten Weichen im Leben stellen sollten. Heute ist das natürlich ganz anders.

Rathsfeld / Bad Frankenhausen / Kyffhäuser

Während meiner Berufsausbildung im Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Ballenstedt verlebte ich hier knapp zwei Jahre meines Lebens im Lehrlingswohnheim. Dort im ehemaligen Jagdschloss zu wohnen war schon eine geile Zeit. Direkt im Wald mit viel Natur drumherum. Schon eine coole Zeit gewesen … Doch mit dem Abschluss der Lehrzeit kam der Sommer 1989 und es zeichneten sich Veränderungen ab.

Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum - 50 Jahre sind für uns viel Zeit, für andere Dinge nur ein Wimpernschlag

Quedlinburg

Hier atmet man Geschichte an jeder Ecke. Jeder Quadratzentimeter Boden hat hier in den letzten 10.000 Jahren mehr erlebt als ich in meinen fünfzig! Und ich durfte mittendrin wohnen – in der Hölle. Bevor ihr jetzt denkt, das das Leben dort die Hölle war. Nein, ganz gewiss nicht – die Straße heisst wirklich so! In Quedlinburg zu wohnen, noch dazu in einer so alten Sehenswürdigkeit, das hatte schon das gewisse Etwas.

Das Leben schien seinen gewohnten Gang zu gehen. Die ersten – tiefergehenden – Beziehungen, noch ein ganz normales Leben. Wohnen und Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Nun ja, Arbeiten war in den 90er Jahren dort gar nicht so einfach. Das war dann auch der Grund für meine Umschulung und den nächsten Stationen.

Bernburg / Saale

Die Saale und das alte Land Anhalt scheinen sich wie eine rote Linie durch mein Leben zu ziehen. Hier in Bernburg war ich auch schon in meiner Kindheit öfters. Die Einkaufsmöglichkeiten waren hier besser. Und es gab den Tierpark Bernburg, den es auch noch heute gibt. Mehr als zwei Jahre arbeitete ich nach meiner Umschulung zum Speditionskaufmann im Zementwerk. Bis ich mich für ein Studium an der DAV in Bremen entschied. Irgendwie muss man ja weiterkommen.

Spurensuche zum 50-jährigen Jubiläum - buten und binnen, wagen un winnen - Leitspruch der Bremer Kaufleute

Bremen

1997 begann ich an der DAV Bremen mein Studium zum Betriebswirt Logistik. Damals war Bremen für mich die grosse Stadt und ein Aufbruch zu neuen Ufern. Auch wenn es für mich als einzigen Ossi unter all den anderen Wessis in der Klasse nicht immer einfach war. Nun ja – ob mir das Studium genützt hat?

Über einen kurzen, halbjährigen Aufenthalt in Leipzig und Weißenfels ging es dann im Frühjahr 2000 wieder zurück nach Bremen. Mein Lebensweg hatte eine krasse Richtungsänderung bekommen. Im Mittelalter sprach man davon, „das Stadtluft frei macht“. Mittlerweile lebe ich nun 21 Jahre in der Hansestadt.

Welche Spuren habe ich bisher hinterlassen?

Wenn ich mir selbst so meine bisherigen Lebensstationen anschaue, kristallisieren sich die Punkte heraus, die mir bisher in meinem Leben immer wichtig waren:

  • meine Familie (klar!)
  • die Natur, Tiere und Pflanzen (was sonst!)
  • das Herzogtum Anhalt (klein , aber wegweisend)
  • die Hanse (alle Städte, in denen ich wohnte, waren Mitglied)

Das ist also meine Reiseroute! Ich bin gespannt, was ich an diese Orten alles noch entdecken werde. Welche weitere Orte bei meiner Spurensuche noch auftauchen. Und vor allem die Erlebnisse, Ereignisse und Personen, die ich vor Ort oder in Gedanken wieder treffen kann.

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Beiträge zu meiner Spurensuche

Über den Autor:

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …
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3 Kommentare
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Happy birthday, lieber Torsten – und vielen Dank für diesen interessanten Einblick!

Dann ist ja nun Halbzeit. Genieße die zweite Hälfte Deines Lebens und mach das beste draus …

Christof

Eine gute Idee; schön ge- und beschrieben. Ich bin neugierig auf die Fortsetzungen!

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