Reformationstag auch ein Feiertag in Waldesruh

Seit der Wiedervereinigung ist der Reformationstag auch ein Feiertag in Waldesruh. So ruht dann auch in diesem beschaulichen Örtchen die Arbeit und jeder Einwohner kann seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen.

„Dieser Feiertag soll an die Reformation der Kirche durch Martin Luther erinnern.“ erzählte Egon Schulze im Gespräch mit dem Waldesruher Tagesboten„Mit seinem Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg im Jahr 1517 löste Luther eine Welle der Veränderungen in der Kirche aus. Im Kern bestritt damals Luther, dass der einzelne Mensch seine Erlösung von den Sünden nicht durch Ablasszahlungen erhalten kann. Vielmehr sei dies schon durch das Opfer von Jesu am Kreuz geschehen.“

„Bis zur Wiedervereinigung war der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag in den zwei deutschen Staaten. Nur in Gebieten mit überwiegend evangelischer Bevölkerung hatte dieser Tag eine besondere Bedeutung als sogenannter Stiller Tag.“ so Egon Schulze weiter. „Gesetzlicher Feiertag ist er erst seit 1990 geworden und das auch nur in den neuen Bundesländern. Das lag aber vor allen daran, dass die Politiker der damaligen neuen Landesregierungen aus dem Westen zu uns gekommen sind.“

Viele der Waldesruher und auch die Urlauber werden diesen Tag zum Erholen nutzen. Pfarrer Braun wird in der Kirche einen Reformationsgottesdienst durchführen.

„Die Zeiten, als die Kirche im Staat das Sagen hatte sind vorbei. Nichtsdestrotrotz zählt aber die Kirche mit ihren Bauwerken, ihrer Geschichte und auch ihrem sozialen Engagement zu unserem Erbe. Diesem Erbe fühlen wir uns auch weiterhin verpflichtet. Und deshalb investieren wir auch zum Beispiel in die Restauration unserer Kirche hier im Ort.“

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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