Pressekonferenz zu den Waldesruher Plänen für das Jahr 2016

Wie bereits gestern angekündigt fand in der Unteren Rathaushalle eine Pressekonferenz zu den Waldesruher Plänen für das Jahr 2016 statt. 500 geladene Journalisten der regionalen und überregionalen Presse und des Internets waren anwesend. Selbstbewusst und voller Charme eröffnete Fräulein Krause die Pressekonferenz und Präsentation. Viel hat nicht gefehlt und das Fräulein würde auch noch singen und dazu tanzen.

In einer multimedialen Show wurde ein dunkler dichter Wald an die Bühnenwand projeziert. Rauchschwaden stiegen aus ihm empor. Ein einsamer Wanderer geht auf ein helles Licht im Wald zu und schliesslich tat sich vor ihm eine kleine Lichtung an einem plätschernden Bach auf. Die Vögel über ihm zwitscherten und tirillierten, Rehe und Hirsche schauten ihm vom Rand der Lichtung zu. Mitten auf der Lichtung stand eine einfache Köhlerhütte und eine Familie winkte ihm zu.

Mit einem überraschenden Signal aus Jagdhörnern wurde die Bühne ausgeleuchtet. Jahrhunderte glitten an den Zuschauern vorbei. Vertreter aus der Geschichte des Ortes Waldesruh wie Jacobus Schultey, Adalbert von Askanien oder Kaiser Wilhelm waren zu sehen. Szenen von der Entdeckung der Drachenglashöhle, dem Bau des Rathauses oder der Grundsteinlegung für das Sägewerk wechselten sich ab mit Bildern aus der reichhaltigen Natur und Landschaft. Mit melodischen Tönen stoppte die Zeitreise schliesslich bei einer Gruppe von Touristen, die gerade das Nationalparkhaus besichtigen.

Die Bühne wurde abgeblendet, ein Tusch erfolgte: Fräulein Krause trat in Begleitung von Förster Grünrock und Pfarrer Braun vor die Anwesenden. „Hallo Waldesruh, hallo Deutschland, hallo Europa!“ winkten die drei den Anwesenden zu und in die Kameras hinein. Ein nicht endender Applaus ließ den Saal erbeben. Fräulein Krause lächelte bis zu den Ohren und die Reiherfeder auf ihrem kecken Hütchen erschien fast doppelt so groß.

„Waldesruh – das ist Urlaub in ursprünglicher Natur und bei freundlichen Menschen!“ eröffnete sie die Präsentation. „Hier leben wir im Einklang mit der Natur und unseren Mitmenschen. Unsere Geschichte ist unsere Gegenwart und Zukunft. Auch im Jahr 2016 werden wir unsere Taten daran ausrichten.“

Waldesruh hat dank vorausschauender Finanzplanung und der Kaiser-Wilhelm-Stiftung auch 2016 genügend finanzielle Mittel, um die Waldesruher Pläne umzusetzen. Neben einer Verbesserung der Lebensverhältnisse im Ort für die Waldesruher soll der Ortskern weiter saniert werden. Eine weitere Beleuchtung soll den Flanierweg erhellen und verkehrssicher machen. Mindestens drei Wohneinheiten sollen einem modernen Lebensstandart entsprechend neu restauriert werden und gleichzeitig den Belangen des Denkmalschutzes entsprechen.

Der Bettenstandard soll weiter ausgebaut und die verfügbaren Bettenzahl für Urlauber und Kurzreisende  auf 1000 erhöht werden. „Dieses Ziel erreichen wir ohne den neuen Bau von Hotels. Einzig ein kleines Bungalowdorf auf dem Gelände des DDR-Museums wird entstehen. Somit bieten wir gerade Familien mit Kindern Möglichkeiten für einen günstigen, aber trotzdem erlebnisreichen Urlaub!“ führte Fräulein Krause aus. „Besonders freue ich mich, daß es gelungen ist, Bauer Heinrich für die Möglichkeiten von Ferien auf dem Bauernhof zu gewinnen. Er wird für den Ort eine seiner Scheunen zum Umbau zur Verfügung stellen.“

Der Verkehrsbereich wird mit Bauarbeiten im Bahnhofsbereich weiter ausgebaut werden. „Auch hier ist unser Ziel weiterhin die Schaffung eines leistungsfähigen öffentlichen integrierten Verkehrssystems, um den Kraftfahrzeugverkehr aus unserem Ort herauszuhalten.“ In Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung wird es auch im Jahr 2016 weitere touristische Angebote geben. „Neben den erfolgreichen Angeboten wie den geführten Wanderungen, dem Grünen Klassenzimmer oder den Aktionen zur Hirschbrunft werden auch weitere neue touristische Angebote erschlossen. Die Drachenglashöhle soll ab diesem Jahr regulär für den Besucherverkehr geöffnet sein und es soll in der Höhle auch Theatervorstellung geben. Neue Wanderwege zu touristischen Zielen werden erschlossen.“

Neben den genannten größeren Projekten gebe es noch zahlreiche kleinere. „Das Frühlingsfest, das Osterfest, Weihnachten in Waldesruh und andere Feste – es wird ein zauberhaftes Jahr werden!“ verspricht Fräulein Krause den Journalisten. Ohne die Mithilfe aller Waldesruher sind aber solche Projekte nicht zu stemmen. Fräulein Krause ist sich sicher: „Hier fasst jeder nach seinen Möglichkeiten mit an. Zusammen schaffen wir das! Schreiben Sie deshalb bitte positiv über unseren Ort.“

Die anwesenden Journalisten machten sich eifrig Notizen. Die Jagdhornbläser setzten nun wieder ein. „Mit dem Signal zum Schüssel treiben möchte ich nun alle hier zu einer kleinen Verkostung von unseren regionalen Spezialitäten. Unser Bärenwirt hat sich wieder viel Mühe gemacht, um alle kulinarisch zu verwöhnen.“

Nach dem offiziellen Abschluß stand Fräulein Krause und auch Egon Schulze den Journalisten noch für weitere Fragen und Interviews zur Verfügung.

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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