Neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest

Was gibt es neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest? Die ersten Tage verlaufen noch erstaunlich ruhig. Wie in den letzten Jahren sind die ersten Proben der Künstler nicht öffentlich. Das heisst, dass niemand von Presse oder Fans in die Halle zu den Proben hinein kann.

Neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest - Die rumänische Gruppe The Humans bei unserem Interview

Neues aus Lissabon und dem Pressezentrum – Abwechslung ist garantiert

So halten sich die Presse und die Fans im Pressezentrum und den angeschlossenen Bereichen auf. Hier kann man die Proben über Bildschirm begleiten. Die ein oder anderen Blogger verfassen dazu ausführliche Probenberichte. Die sind mal mehr, mal weniger unterhaltsam. Wer singt wie falsch oder richtig, was wird auf der Bühne gezeigt oder was kann man besser machen. Ein schönes Beispiel findet ihr hier. Oder natürlich auf eurovisionlive.com 🙂 (nur auf Englisch).

Nach den Proben wird eine Pressekonferenz des Sängers abgehalten. Wenn der nach den Probenstress und der Pressekonferenz dann noch Lust, Power und Interesse haben sollte, besteht die Möglichkeit Interviews zu halten. Dazu müssen sich die interessierten Medien in eine Liste eintragen. Die einzelnen Delegationen entscheiden dann nach eigenem Gusto, welches Medium ein Interview bekommt. Dies passiert natürlich immer unter den persönlichen Präferenzen des jeweils Verantwortlichen. Im Grunde also nichts neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest. Every year the same procedure.

Es kann aber auch sein, dass der Künstler gleich von Beginn an nicht für Interviews zur Verfügung steht. So sagte zum Beispiel gestern Alexander Rybak aus Norwegen alle Interviews ab. Wahrscheinlich hatte der gebürtige Weissrusse am Abend zuvor kräftig dem Wodka zugesprochen.

Es wird also nicht langweilig hier im Pressezentrum. Da wir hier zu viert sind, können wir uns die Aufgaben gut aufteilen. Zwischendurch organisieren wir für uns das Catering. Gut, dass zumindest Wasser und Kaffee for free ist. Was braucht man denn mehr zum Arbeiten?

Neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest - Torre de Belém ist das bekannteste Wahrzeichen von Lissabon

Torre de Belém ist das bekannteste Wahrzeichen von Lissabon

Die Proben, Pressekonferenzen und Interviews dauern dann schon mal bis zum Abend. Gestern Abend haben wir das gute Fotolicht noch einmal genutzt, um einen Abstecher zum Torre de Belém zu machen. Der Turm ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Lissabon. Seit 1521 begrüsst der auf einem Felsen im Mündungstrichter des Tejo gelegene Leuchtturm die ankommenden Entdecker und Handelsschiffe. Das heute als Aussichtsturm benutzte Bauwerk diente in früheren Zeiten als Verteidigungsbauwerk, Gefängnis und Waffenlager.

Leider habe ich für den kurzen Rundgang zum Turm mein Stativ im Auto gelassen. Es bewahrheitet sich wieder der Satz „Es gibt nur einen Grund, kein Stativ mitzunehmen – die Faulheit!“. Im Nachhinein ärgere ich mich darüber. Aber wir haben ja noch einige Gelegenheiten diesem Fotopoint noch einmal zu besuchen.

Neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest - Hotspot in Lissabon  - der Time Out Market Lisboa

Hotspot in Lissabon  – der Time Out Market Lisboa

Da meine Begleitung bereits wegen Hunger und Unterzuckerung meuterte, machten wir uns auf den Weg, um uns Nahrung zu beschaffen. Hierzu bot sich der Time Out Market Lisboa an. Diesen Spot hatte meine Begleitung bereits herausgesucht, weil er der ultimative Treffpunkt ist. Dort angekommen fühlte ich mich gleich an die Lloydpassage in Bremen erinnert. Oder an das Wallezentrum. Ok, diese sind nun nicht vergleichbar. Aber das Flair war schon ähnlich. Wer auf Laufkundschaft steht, ist hier ganz gut aufgehoben. Viel Gewimmel und ein grosser Lautstärkepegel – aber viel zu schauen!

Neues aus Lissabon vom Eurovision Song Contest - Hotspot in Lissabon  - der Time Out Market Lisboa

Hier haben einige kleine Läden von Spitzenküchen ihr Domizil. Diese alte Markthalle ist ein Paradies für foodlover! Das Essen, welches wir dann geordert haben, war wirklich extrem lecker. Leider auch nicht gerade billig. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Ich habe mich für einen gegrillten Schweinefilet-Burger als Vorspeise entschieden. Zum Hauptgang dann gegrillten Tintenfisch mit Chinoa. Sehr lecker! Dazu gab es einen leckeren Weisswein der Region.

Nach dem Essen kamen wir dann gegen 0 Uhr in unserem Hauptquartier an. So endete dann unser Tag. Und ein neuer Tag in der Eurovisions-Bubble kann beginnen …

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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