Neues aus der Eurovisionsblase – unterwegs mit eurovisionlive.com

Die Tage hier in Kiew beim Eurovision Song Contest gleichen dem Leben in einer Blase – der Eurovisionsblase, auch Eurovisionsbubble genannt. Jedes Medium berichtet hier über die einzelnen Künstler und deren Proben. Eurovision über all, wo man hinschaut. Doch über den täglichen Ablauf hier wird kaum berichtet.

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Übertriebene Sicherheitsvorkehrungen für den ESC in Kiew?

Sicherheit wird in Kiew groß geschrieben. Angesichts der Krise auf der Krim und der Gefahr von Terroranschlägen ist das auch kein Wunder. Überall in der Stadt trifft man auf Polizisten, Armeeangehörige und Sicherheitskräfte. Auch die Eurovisionsblase ist davon nicht ausgenommen. Das gesamte Gelände rund um das Messezentrum ist großräumig abgesperrt. Verkehrschaos und -staus sind hier vorprogrammiert.

An den Finalabenden müssen wir auf dem Weg vom Hotel zum Pressecenter allein drei Straßenkontrollen durchlaufen. Wir müssen unsere Akkreditierung vorzeigen, um passieren zu können. Am Eingang zum Pressezentrum dann eine richtige Kontrolle mit Metalldetektoren und Röntgengerät. Jedes einzelnen elektronische Gerät, Handy und Laptop wird auf Funktion geprüft. Das heisst, die Geräte müssen ausgepackt und eingeschaltet werden. Teilweise darf ich sogar meine Objektive öffnen. Ich könnte ja verbotene Flüssigkeiten hier einschleusen.

Zu den Sicherheitsbestimmungen hier gehört auch, daß im Pressezentrum keine Getränke aus Flaschen verkauft und ausgegeben werden dürfen. Alle Getränke werden an der Bar geöffnet und in Plastikbechern abgefüllt. Dabei sind die Flaschen selbst keine Mehrwegflaschen, sondern ebenfalls Einwegmaterial aus Plastik. Sonderbarerweise kann man Flaschen im selben Gebäude an einer anderen Bar kaufen und diese dann auch in das Pressezentrum mitnehmen.

Der Umweltaspekt beim Eurovision Song Contest lässt dieses Jahr zu wünschen übrig

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Dabei fällt natürlich eine Unmenge Müll an! Der Eurovision Song Contest in Kiew ist aus der Sicht des Umweltaspektes eine Katastrophe. Alles wird hier in Einweg-Plastik-Verpackungen verkauft. Jedes Sandwich, jeder Salat, jedes Getränk. Es gibt Plastikbesteck und Plastikbecher. Einmal benutzt wandert die Verpackung und die Becher dann in den Müll. Dabei gibt es natürlich keine Mülltrennung. Refill-Möglichkeiten gibt es hier nicht aufgrund von Hygienebestimmungen. Aber Umwelt interessiert den Großteil der Anwesenden hier gar nicht.

Von der Halle gibt es einen stündlichen Shuttleservice mit Bussen in die Stadt hinein. Der Veranstalter hat ebenfalls Freikarten für die Metro ausgegeben. Aber Taxifahrten sind hier auch dank UBER viel günstiger und schneller. Auch hier in Sachen Umwelt eine Fehlanzeige. Wie schön waren doch da die Eurovision Song Contest Veranstaltungen in Wien und Malmö. Gerade Wien hat es geschafft, den ersten grünen Contest zu veranstalten!

Sicherlich ist der mangelnde Umweltschutz nicht nur auf das Gastgeberland der Ukraine zurückzuführen. Wie überall ist auch hier der einzelne Mensch für sein Handeln und seinen Konsum verantwortlich. Aber generell kann und soll der Veranstalter solch einer Großveranstaltung dafür sorgen, daß umweltfreundliche Angebote geschaffen werden.

Tschernobyl - Mahnmal für die Menschheit

Trotz der ausgefüllten Tage hier im Pressezentrum haben wir uns noch Zeit genommen, um eine Reise nach Tschernobyl anzutreten. Seit ein paar Jahren darf die Sperrzone um das ehemalige Kernkraftwerk auch wieder betreten werden. Über den Besuch dieses Mahnmales für die Menschheit werde ich später einen weiteren Bericht schreiben.

Neues aus der Eurovisionsblase – unterwegs mit eurovisionlive.com – heute Abend großes Finale

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Heute Abend am Finaltag hebt dann das Raumschiff der Eurovisionsblase richtig ab. Ab 22:00 Uhr ukrainischer Zeit wird das Finale in Europa, Australien, Amerika und China live übertragen. Irgendwann gegen 1:30 Uhr morgens wissen wir, wer der Gewinner des Eurovision Song Contest 2017 ist und wohin uns im nächsten Jahr unsere Eurovisionsblase entführt. Viel Spass heute abend und voten, voten, voten!

 

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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