Letzte Aktualisierung am 12. November 2020

Es fehlen einfach neue Beweise. Wachtmeister Hoffmann und Edgar Ente verfolgen deshalb weiter die Spur aus Stroh nach Wilhelmsbrunn.

Was bisher geschah: Fräulein Krause machte morgens auf ihrem Weg zum Büro die erschreckende Entdeckung, daß nur noch das Kind in der Krippe an seinem Platz zu finden war. Von Josef und Maria keine Spur. Schnell informierte sie Egon Schulze und Wachtmeister Hoffmann. Engagiert sicherte der Wachtmeister mit der tatkräftigen Hilfe von Edgar Ente die vorhandenen Spuren. Was er fand waren die Abdrücke von Damenschuhen, etwas Stroh und Reifenspuren auf dem Pflaster des Marktplatzes. Damit ergaben sich neue Fragen. Leider hat von den Waldesruhern niemand etwas von dieser abscheulichen Tat bemerkt. Einzig Fräulein Krause erinnert sich an etwas. Die erste sichere Spur war entdeckt. Mit kriminalistischen Spürsinn arbeiteten sich Wachtmeister Hoffmann und Edgar Ente bis zur Rukollamühle vor.

Und nun die Fortsetzung: Hinter der Rukollamühle zweigte die Spur aus Stroh plötzlich nach rechts in den Wald des Nationalparkes ab. Waren die gestohlenen Figuren doch nicht in Wilhelmsbrunn zu finden? Schnell entschieden sich die beiden Detektive, Wachtmeister Hoffmann und Edgar Ente, dazu der Spur aus Stroh zu folgen.

Die Sonne schien am blauen Himmel über den Nationalpark von Waldesruh. Trotzdem es weiterhin kühl war sangen die Vögel in den Büschen und Bäumen. Doch für die Schönheiten der Natur  hatten die beiden Männer zur Zeit kein Ohr. Kurz hinter der ersten Wegbiegung sprang ein Rudel Hirsche in den Wald. Wahrscheinlich hatten sich Hirsch Hubertus und seine Familie vor den urplötzlich auftauchenden Menschen erschrocken.

An der Stelle, wo die Hirschfamilie stand, fand der Wachtmeister und sein Begleiter einen Haufen Stroh und Heu. So sehr sie auch weiter suchten, die Spur endete hier! Einzig ein paar Reifenspuren führten den Weg wieder zurück. War die Spur aus Stroh gar nicht die Spur zu den entführten Figuren?

Edgar Ente mutmaßte bereits, daß die Waldarbeiter von Förster Grünrock bereits hier für die alljährliche Weihnachtsfütterung der Waldtiere das Stroh und Heu zwischengelagert hatten. Der Förster kam auch gerade um die Ecke gebogen. “Nein, die Weihnachtsfütterung mit den Kindern ist erst nächste Woche geplant.” verneinte er die entsprechende Frage vom Wachtmeister. “Aber Heu und Stroh nehmen wir dann direkt vom Forsthaus mit.”. Bevor der Wachtmeister sich weiter mit dem Förster unterhalten konnte, klingelte aber sein Diensttelefon.

Das mittlerweile wieder gefasste Fräulein Krause war am Apparat. Ein Mitarbeiter der Spielzeugwarenmanufaktur war aufgrund der verteilten Handzettel bei ihr im Büro erschienen. Er erzählte ihr, daß heute morgen die Tür zum Lager der Manufaktur aufgebrochen wurde. Der Mitarbeiter war etwas früher zur Arbeit erschienen, weil er die zum Versand fertig gestellten Pakete und Päckchen mit den Spielzeugen noch einmal auf seiner Liste kontrollieren wollte. Von den Paketen und Päckchen fehlte jedoch nichts. Allerdings bemerkte er das Fehlen von zwei leeren, 1,80 m großen Holzkisten. Diese seien passend für die fehlenden Figuren gewesen, meinte er.

Also vielleicht eine weitere neue Spur! Für die beiden Ermittler war bereits klar: die Diebe haben in der Nacht die beiden Figuren vom Weihnachtsmarkt gestohlen, dann das Stroh und Heu vom Bauer Heinrich und die Kisten aus der Spielzeugwarenmanufaktur. Dann sind sie mit dem Diebesgut hierher in den Wald gefahren und haben die Figuren mit dem Stroh sicher in den Kisten verpackt.

Warum verpackt man etwas? Man will es sicher verschicken! Einer, der hier näheres wissen müsste, war Egbert Müller, der Bahnhofsvorsteher und Geschäftsführer der Waldesruher Logistikgesellschaft WLG. Der müsste zu dieser Zeit in Wilhelmsbrunn im Büro sein. Schnell fertigte Edgar Ente noch ein paar Beweisfotos an und die beiden Detektive schwangen sich auf das Moped vom Förster. Zurück ließen sie einen verdutzten Förster Grünrock allein im Wald.

Fortsetzung folgt …