Minimalismus?

Seit einiger Zeit verfolge ich das Blog einfachbewusst, welches auch hier bei mir schon verlinkt ist. In einem der letzten Beiträge ging es darum, was andere Menschen unter Minimalismus verstehen. Grund für mich, auch einmal über dieses Thema zu reflektieren.

Wie die meisten Menschen definiere ich Minimalismus anders und unterschiedlich zu anderen. Ich bin ein Genussmensch, ich liebe gutes Essen, gute Wein, gute Gespräche unter Freunden, die Natur, meine Hobbies, Kunst und einiges andere mehr. Meine Lebensweise richte ich nicht danach aus, möglichst wenig – minimalistisch – zu besitzen, sondern mein Besitz muss zweckmässig sein. Einem gewissen Luxus bin ich nicht abgeneigt.

Allerdings lege ich weniger Wert auf Designerkleidung oder Möbel im jährlichen Geschmackstrend. Auch ein eigenes Auto besitze ich nicht mehr; genausowenig wären mir einhundert Paar Schuhe viel zu viel. Vielmehr geht es für mich darum, dass der Besitz oder auch die Gebrauchsgüter oder Lebensmittel, wirklich für mich nötig sind. Wenn es möglich ist, achte ich auch auf die Herkunft und die Produktionsmethoden. Einen Einkauf von Kleidung bei kik zum Beispiel verweigere ich. Ich kaufe eher Bio-Eier vom Markt, dessen Händler ich seit Jahren kenne, als Käfigeier aus dem Supermarkt, die auch noch aus den Niederlanden kommen. Nicht so sehr wegen dem BIO, sondern weil es mir vorrangig um die Haltung der Hühner geht.

Mir geht es bei Minimalismus nicht darum, möglichst wenig zu besitzen. Vielmehr beschränkt sich mein eigener Minimalismus darauf, so viel zu besitzen, dass es für mich genügend ist und ich meine Bedürfnisse befriedigen kann.

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