Meine Verantwortung als Blogger?

Habe ich Verantwortung als Blogger? Es ist nicht leicht, diese Frage zu beantworten. Ist man als Blogger eine Art Vorbild? Die Antwort darauf ist ebenfalls nicht leichter. Dennoch möchte ich mich mit diesem Beitrag an der Diskussion im Rahmen der Blogparade von taklyontour.de beteiligen.

Meine Verantwortung als Blogger für Nachhaltigkeit, Minimalismus und Umweltschutz

Der Anlass war einer jener Facebookposts, die mit einer simplen Frage anfangen und schnell zu einer erregten Diskussion führen. Ganz ehrlich: mittlerweile k….. mich Diskussionen über Nachhaltigkeit, Minimalismus und Umweltschutz erheblich an! Eben einfach deshalb, weil mich diese Ignoranz der Leute immer mehr nervt. Einfach nur Leben ohne Rücksicht auf alles andere. Als ob man allein wäre auf der Welt.

Alles redet über den Klimawandel und die Klimakatastrophe. Doch seien wir ehrlich. Wenn sich das Klima der Welt ändert, dann ändert es sich. Meiner Meinung nach ist der point of no return bereits überschritten. Ob wir nun die Erderwärmung noch auf zwei oder vier Grad beschränken, am Ergebnis wird das nichts ändern. Und letztendlich wird die Menschheit diese Klimakatastrophe wohl auch überleben.

Viel schlimmer jedoch empfinde ich das immer schneller um sich greifende Artensterben. Und wir alle helfen dabei kräftig mit durch Ressourcenverschwendung und Lebensraumvernichtung. Letztendlich ist das Artensterben die wirklich existenzbedrohende Katastrophe. Selbst wenn du es nicht wahrhaben willst, aber du bist genauso dafür verantwortlich wie ich oder dein Nachbar. Schon allein unser heutiges alltägliches Leben trägt mit dazu bei, dass immer mehr und mehr unserer Lebensgrundlagen vernichtet wird.

Wenn soll es aber auch kümmern, wenn täglich mehrere Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich aussterben? Sicher ist es schade, wenn die putzigen Eisbären irgendwann nur noch in Zoos zu sehen sind. Aber was soll es? Den Eisbären braucht eh niemand zu überleben. Aber das in Mitteleuropa bereits 75% der Bestände an Fluginsekten verschwunden sind, hat niemand auf dem Schirm. Obst und Gemüse gibt es eh immer frisch verpackt im Supermarkt. Wen kümmern da die paar Bestäuber?

Und hier setzt meiner Meinung nach die Verantwortung für Blogger und überhaupt aller mitdenkender Menschen ein. Und die Vorbildfunktion jedes Einzelnen. Da ist es egal, ob man als Blogger wenig oder viel Reichweite hat. Wenn ich im realen Leben an einer Bushaltestelle stehe und meinen Müll im Abfalleimer entsorge, stehen die Chancen dafür besser, dass meine Mitwartenden das auch so machen. Mein Verhalten wird immer irgendwie Anlass und Anstoss geben für weitere Handlungen.

Wir leben nicht losgelöst in Zeit und Raum. Längst ist es Zeit für nachhaltiges Handeln und Leben. Dazu gehört auch ab und zu zu verzichten. Oder den etwas unbequemeren Weg zu gehen und statt mit dem Flugzeug innerhalb Mitteleuropas auch einmal mit der Bahn zu fahren. Endlich einmal die Wahrheit über unser Leben mit einem viel zu grossen Ressourcenverbrauch zu erzählen. Noch machen das viel zu wenige Blogger. Ich wünsche mir, dass sich das ändert. Eines meiner Ziele ist immer noch die Weltrettung! Und deines?

PS: Mit diesem Artikel habe ich ein kleines Experiment gestartet. Mit Absicht halte ich diesen Beitrag eher unfertig. Ich bin gespannt auf Reaktionen darauf. 

3 Replies to “Meine Verantwortung als Blogger?”

  1. Guter Artikel! Ich erlebe immer wieder, dass Menschen mir erzählen, es würde sowieso nichts bringen, wenn sie Müll vermeiden, bio kaufen, ihr Auto stehen lassen und Urlaub ums Eck machen, statt nach Asien zu fliegen. Und da widerspreche ich immer. Selbst wenn man alleine die Welt nicht retten kann, heißt das noch lange nicht, dass man sie weiter zerstören darf. Wir wissen doch alle was zu tun ist, oder?

  2. Lieber Torsten,

    danke für die offenen, energiegeladenen Worte. Meiner Meinung nach hast du es ziemlich auf den Punkt gebracht. Vorbild kann man als jeder Mensch sein, dazu braucht es nicht viel Reichweite. Ich bin auf weitere Reaktionen hier sehr gespannt 🙂 Danke für´s Mitmachen!

    Liebe Grüße,
    Tanja

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