Meine liebsten Frühlingsboten – die Schneeglöckchen

Laut Wetterbericht sollte heute das Wetter nicht so gut werden – neben Regen war auch stürmischer Wind angesagt.

Aus diesem Grund entschloss ich mich nicht wie geplant am frühen Morgen zum Weserwehr zum Fotografieren zu gehen. Da dann aber das Wetter deutlich besser wurde als vorher gesagt, machte ich mich etwas in unserem kleinen Grünbereich nützlich.

Daher gibt es nur ein Foto von den seit zwei Tagen blühenden Schneeglöckchen. Diese Frühblüher sind eigentlich meine liebsten Frühlingsboten. Wenn ich die zarten weissen Blüten sehe, weiß ich – mit dem Frühling kann es nicht mehr lange dauern!

Schon seit Kindheitstagen gefielen mir diese Blumen und spannend erwartete ich jedes Jahr deren Aufblühen. Viele schöne Erinnerungen sind mit ihnen verbunden. So blühten auf den Gräbern meiner damaligen Haustiere immer Schneeglöckchen. Auch hier in unserem Garten wurde einer der letzten Wellensittiche begraben und auch hier wachsen diese Blumen auf dem Grab.

Ursprünglich wurden wohl ein paar Zwiebeln dieser Blumen von der damaligen Hauseigentümerin gesteckt. Seit dieser Zeit können die Glöckchen sich frei entfalten und nehmen auch immer weitere Bereiche ein.  Aber Schneeglöckchen kommen auch wild blühend in Deutschland vor.

In Deutschland gelten wildwachsende Bestände übrigens als besonders geschützt laut der Bundesartenschutzverordnung und sind in der Roten Liste im Anhang 3 als „gefährdet“ aufgeführt. Hauptgefährdung ist vor allen die Anpflanzung von Nadelgehölzen an den Wuchsstandorten und das Ausgraben und Abpflücken.

Allerdings sei vor dem Kauf von Zwiebeln aus dem Bau- oder Supermarkt abzuraten. Viele der dort erhältlichen Schneeglöckchenzwiebeln stammen aus der Türkei, wo diese aus Wildbeständen geplündert werden. Dementsprechend sind die dortigen Vorkommen schon stark dezimiert. Der beste, einfachste und kostengünstigste Weg ist der, einfach den Nachbarn zu fragen, ob er im Herbst eventuell ein paar der Zwiebeln entbehren kann.

Hallo, ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …

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