Geschrieben von Torsten Berg

Dieser Beitrag wurde am 18.09.2014 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 15.06.2011 .

Kein Einheitsbrei im Garten

Die Fläche der deutschen Privatgärten entspricht in etwa der aller deutschen Naturschutzgebiete und Nationalparks zusammen. Jedoch finden hier die meisten heimischen Tierarten aufgrund übertriebenen Ordnungssinn und der Pflanzung fremdländischer Gehölze und Stauden weder Nahrung noch Unterschlupf.

Fremdländische Pflanzen sind oftmals zwar schön anzusehen, aber für die heimische Tierwelt völlig wertlos. Vielmehr sind Gärten heute für viele Menschen ein Aushängeschild und Visitenkarte für Ordnung und Sauberkeit.

So auch der zu unserer Wohnung gehörende Garten. Mit der Übernahme der Wohnung stand schon fest, diesen mit einfachen, preiswerten und erfolgversprechenden Massnahmen in ein Naturparadies umzuwandeln, ohne gleich von der Gartenarbeit erschlagen zu werden.

Rücksicht wurde auf schon vorhandene Gehölze und Stauden genommen, mit den Nachbarn wurde abgeklärt, inwieweit diese mehr Grünem positiv gegenüber stehen würden. Da wir nicht so sicher waren, was in diesem Garten so alles wachsen würde, beschränkten wir uns zunächst auf einige Pflanzen in geringer Stückzahl. So können wir sehen, ob diese Pflanzen geeignet sind oder nicht. Bei der Pflege meinen wir weniger ist hier mehr: der Rasen wird nicht mehr jede Woche gemäht, es gibt Unkraut- (auf neudeutsch auch Wildkraut-) ecken, Stauden und Gehölze werden sukzessiv durch einheimische Pflanzen ersetzt und die vorhandenen Sträucher werden auch nicht mehr regelmässig gestutzt.

Im Frühjahr pflanzten wir einige Stauden um das Nahrungsangebot für Insekten und damit für Vögel und die zwei vorhandenen Igel zu verbessern. Unsere Wahl fiel auf Lupine, Königskerze, Eisenhut und die bekannte Stockrose. Die Pflanzen kauften wir in einer regionalen Gärtnerei, die diese noch selbst zieht. Somit kann man sichergehen, woher die Pflanzen kommen und der Transportweg so gering wie möglich gehalten wird. Der Boden wurde zunächst aufgelockert und umgegraben, nach dem Pflanzen entschieden wir uns eine Auflage aus Rindenmulch aufzubringen. Damit verhindern wir einerseits, dass der Boden zu stark austrocknet und wir giessen müssen, andererseits wird dadurch das Aufkommen von Unkraut an nicht gewünschten Stellen unterdrückt und die Arbeit so reduziert!

Kommentieren, Anregen und Diskutieren

  1. kuddels 16. Juni 2011 at 11:54 - Reply

    Jo,wie ich sehe, seid auch ihr so ein Naturschutzblog!!! Besser als NABU ????(lach)
    Stunde der Gartenvögel von NABU——— bezeichnen den Gartenrotschwanz als Hausrotschwanz,hab mich fast totgelacht.Naja , ist ja Heute nichts neues mehr,große Klappe und keine Ahnung.
    Hab an einem Stand dieser “Vereinigung” mal auf das Mißverhältnis zwischen Elstern und Singvögel hingewiesen. Hab ne Menge Erfahrung mit diesen Biestern.
    Ich wurde von beiden Frauen behandelt als hätte ich sie aufs Tiefste beleidigt.
    Naja, soviel zu sog.” Naturschutzvereinen” Die sind auch nur auf höchstmöglichen Gewinn aus.
    So, ein Bild meiner Blumenwiese ist nun auch auf meinem Blog zu sehen. Gruß Kuddel

  2. kuddels 15. Juni 2011 at 15:26 - Reply

    Ein Rasen voller Wildkräuter!!!!Wer weiß denn noch , wie schön so etwas aussieht??Ein Tüte Wildblumensamen habe ich noch darüber gestreut.Bilder reiche ich noch nach.V.G. Kuddel

    • tberg.de 15. Juni 2011 at 16:17 - Reply

      Beim Rasen habe ich gar nichts gemacht. Die Wildkräuter kommen von ganz allein, ich steche diese nur nicht aus.

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1,8 min readKategorien: naturSchlagwörter: , 3 Kommentare