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Auf einem Jagdausflug kam Kaiser Wilhelm I. noch vor seinem Amtsantritt als erster deutscher Kaiser im Jahre 1863 das erste Mal eher zufällig in den Ort.


Grund dafür war, dass sein Pferd auf einer seiner Jagden lahmte und er einen Hufschmied benötigte. Zwar ist in Waldesruh nie ein Hufschmied ansässig gewesen, aber durch die lange Arbeit im Wald sind die Bewohner mit Pferden sehr vertraut und konnten hier natürlich bereitwillig helfen.

Angetan durch die Herzlichkeit und Offenheit der Einwohner quartierte sich der spätere Kaiser im einzigen Gasthof des Ortes ein. Nicht nur die Einwohner beeindruckten Wilhelm, auch war er sehr überrascht vom Wildreichtum dieser Gegend. Diese nahm er zum Anlaß noch mehrmals hierher zurück zu kehren um der Jagd auf Hirsch und Sauen zu frönen.

Um den Alltagsstress zu entkommen, reiste er niemals mit großem Tross an, sondern mit einer kleinen Mannschaft. Begleitet wurde er auf seinen Streifzügen im Wald oftmals nur vom Opa des heutigen Försters Grünrock.

Aus Dank hinterließ er dem Ort oftmals kleinere Geldgeschenke. Diese ermöglichten es, die Tradition von Waldesruh aufrecht zu erhalten ohne sich an große Investoren zu verkaufen. Dafür sind ihm die Waldesruher noch heute dankbar und diese Dankbarkeit drückt sich u.a. in der Ernennung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Eiche aus, unweit derer er seinen letzten kapitalen Hirsch erlegte.