Jahrestag der Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 13.01.2023 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 30.12.2013 .

Jahrestag der Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co

Heute wird der Jahrestag der Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co in Waldesruh begangen. Bevor das Jahr zu Ende geht, gibt es in Waldesruh noch einmal einen Grund zu feiern. Im Jahr 1868 eröffnete Emil Holzbrett sein Sägewerk in Waldesruh, welches auch heute noch für beträchtliche Erlöse im Waldesruher Stadtsäckel sorgt.

Jahrestag der Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co in Waldesruh

Die Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co wurde 1868 gegründet

Ausschlaggebend für Herrn Holzbrett war der akute Bauholzmangel in der Region zu jener Zeit. Nach Verhandlungen mit dem Ortsschaftsrat erhielt der Firmengründer damals ein zinsfreies Darlehen zum Aufbau seiner Firma. Bedingung für dieses Darlehen war jedoch die Beschäftigung von Arbeitskräften aus dem Ort. An dieser Maxime hielt der Firmengründer Zeit seines Lebens fest. Sein legendärer Ausspruch von damals, “Wenn es meinem Heimatort gut geht, geht es mir auch gut!” , fand sogar Eingang in den Eintrittsbereich des Rathauses, wo er noch heute auf einer vergoldeten Tafel zu sehen ist.

Mit zunehmenden Alter konnte der Firmengründer leider sein Lebenswerk nicht mehr fortsetzen und Kinder, welche die Nachfolge antreten konnten, waren auch nicht vorhanden. Aus diesem Grund entschloss er sich in seinem Testament das Sägewerk an den Ort Waldesruh zu übertragen. Die einzige Bedingung, die er jedoch dabei stellte, war die, dass alle Erlöse in die Entwicklung des Ortes fliessen sollen. Somit wurde das Sägewerk einer der Stützpfeiler für die wirtschaftliche Entwicklung im Ort.

Seit der altersbedingten Übergabe durch Emil Holzbrett an den Ort Waldesruh – böse Zungen würden von einer Enteignung und Verstaatlichung reden – ist dieses Werk im Gemeindebesitz. Die beträchtlichen Erlöse, die durch dieses Werk erwirtschaftet werden, gehen ausnahmslos in die Gemeindekasse und bilden – neben den Einnahmen aus dem Tourismus – eine Haupteinnahmequelle des Ortes.

Das aus dem umliegenden Wäldern angelieferte Rohholz wird hier zu Brettern, Balken und Kanthölzern geschnitten. Diese werden dann an diverse Firmen im Umkreis zur Weiterverarbeitung geliefert. Durch die sehr guten Kontakte sind mehrere langfristige und beständige Geschäftsverbindungen zustande gekommen. Zusätzlich entwickelt sich im Ort eine kleine Industrie, welche sich mit der Verarbeitung des Holzes zu unbelasteten und umweltfreundlichen Holzspielzeugen vorrangig in Heimarbeit befasst.

Einblick in das Sägewerk Emil Holzbrett & Co

Feier des Firmenjubiläums

Zur Feier des alljährlichen Firmenjubiläums wird es heute einen Tag der offenen Tür geben. Besucher können sich hier vor Ort die Schritte bei der Bearbeitung des Holzes von der Anlieferung aus dem Wald bis zum Entstehen von Brettern, Kanthölzern und sogar dem begehrten Holzspielzeug anschauen. Für Speiss und Trank wird wie immer durch den Bärenwirt gesorgt.

OVP des Gebäude der Firma Sägewerk Emil Holzbrett & Co

Modell der Firma Mamos

Das Gebäude in Vollplastausführung des Sägewerk der Firma Emil Holzbrett & Co (seit 1868) wurde vom VEB VERO Olbernhau, Werk 5 in Marienberg hergestellt. Zu DDR-Zeiten kostete der Bausatz der Reihe Mamos 6,40 M.Das Gebäude besitzt eine Grundplatte von 80 x 280 mm und besteht aus 82 Einzelteilen. Ein solches Sägewerk hatte ich auch schon auf meiner ersten Modellbahnplatte. Leider hat dieses Gebäude die Lagerung auf dem Dachboden inkl. diverser Umzüge nicht überstanden. Nur noch einzelne Teile waren davon zu finden. Deshalb habe ich diesen Bausatz im größten Auktionshaus glücklicherweise nachkaufen können. Holzstämme und Bretter runden dieses in meinen Augen mit schönste Bauwerk dieser Reihe ab. Es musste einfach seinen Platz wieder in Waldesruh finden.

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