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Seit einigen Tagen geht das bereits: ich schleich‘ herum um Waldesruh – wie weiter bauen und weiter machen. Nicht körperlich. Vorerst eher in Gedanken. Vielfach kommen neue Ideen und Änderungen in den Kopf. Diese bringen dann aber wohl auch wieder Lust etwas in diesem beschaulichen Örtchen zu gestalten. Zuviel Ideen und Änderungen – denn ich möchte dem bisherigen Stil in Waldesruh treu bleiben.

Zuwenig Platz für zuviel Ideen

Mit der Zeit und der weiteren Beschäftigung merke ich, daß nicht alles so umgesetzt werden kann, wie ich es geplant habe. Sei es generell am fehlenden Platz oder an den für den vorhandenen Platz gewünschten vorgestellten Szenen oder an Fehlern während des Baugeschehens. Ich glaube, man kann generell noch so gut und so lange planen – Einschränkungen wird man immer machen müssen. Doch irgendwann muß man mit einer Idee auch einmal anfangen. Sonst war und bleibt diese Idee nur ein unerfüllter Traum.

Abriß oder Waldesruh – wie weiter?

Ich schleich' herum um Waldesruh - wie weiter bauen?Einige Herausforderungen gab es bereits in der letzten Zeit mit Waldesruh. Sei es mit den Gleisarbeiten, mit einer Steigung innerhalb der Strecke oder mit der erzwungenen Umsiedlung des Sägewerkes. Wie nun aber weiter? Waldesruh ganz oder teilweise abreißen und neu beginnen? Oder weiterbauen und gegebenenfalls die Anforderungen den Gegebenheiten anpassen und ändern? Ich weiß es nicht, aber ich tendiere noch nicht zu einem Abriß. Ein Zugverkehr ist begrenzt möglich, ringsherum im Kreis auf dem Außengleis. Das Innengleis endet zur Zeit noch irgendwo im Nirgendwo an der rechten Anlagenplatte. Generell hatte ich hier die Vorstellung, mit mehreren Modulen den Zugverkehr weiterzuführen hin zu einem Kopfbahnhof.

Ich habe den Fehler gemacht, daß ich einfach zu viel verschiedene Dinge auf einmal auf der Anlage haben wollte. Hier werde ich wohl Abstriche machen müssen, um nachher etwas Vernünftiges auf der Platte zu haben. Auf der anderen Seite ändern sich natürlich die Gegebenheiten, die Technik und damit auch die Möglichkeiten, welche Dinge man wie umsetzen kann. Meine Prämisse bestand darin, mit dem alten Material aus meiner Kindheit Waldesruh wieder aufleben zu lassen. So soll es auch weiterhin bleiben. Jedoch hat der Fortschritt aber auch im Bereich der Modellbahnanlagen nicht angehalten. Was gibt es heute bereits für Möglichkeiten allein im Zugverkehr?

Wie nun weiter? Waldesruh wird vorerst im Keller bleiben. Kommt die Lust, kommt auch das Bauen. Damit gibt es dann auch sicher wieder einige Geschichten aus Waldesruh. Doch für regelmäßige Besuche in diesem beschaulichen Örtchen fehlt mir zur Zeit neben der Lust auch das gewisse Zeitfenster. Deshalb auch momentan keine täglichen Meldungen mehr aus Waldesruh.

Ein nächster Schritt

Als einen der nächste Schritte wollte ich den Ortskern von Waldesruh gestalten. Bei einer ersten Stellprobe am Ortskern war soweit schon alles für gut befunden und geplant. Doch nun kommen Zweifel und neue Ideen. Die ursprüngliche Version beinhaltet eine Durchgangsstraße am linken Ortsrand und einen Tunnel im Ostergrund gen Norden unterhalb der Osterhöhe. Neue Ideen sehen vor, die Durchgangsstraße in Höhe des Bahnhofes (aus Wilhelmsbrunn kommend) enden zu lassen. Der gesamte Ostergrund stünde dann für den Ortskern zur Verfügung. An der Osterhöhe könnte ein kleiner Aufstieg hinauf zur Geislinger Höhe entstehen, damit die Waldesruher vom Ortskern auch diesen Teil der Gegend erkunden können.

Dies würde bedeuten, daß es nie eine Durchgangsstraße in Waldesruh gegeben hätte. Einerseits würde dies die fast totale Abgeschiedenheit des Ortes noch mehr begründen. Andererseits müsste dann aber auch an einigen Stellen die Chronik des Ortes neu geschrieben werden. An diesem Punkt zeigt sich bereits, wie komplex Waldesruh geworden ist. Aber das sehe ich nicht als Hinderungsgrund an. Ich muß mir die Situation vor Ort noch ein paar mal anschauen und dann nicht mehr lange überlegen, sondern machen!