Zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich lädt die Jagdgruppe aus Waldesruh heute schon um 18 Uhr in die Kirche zur Hubertusmesse ein.

Für Besucher ist diese Messe zugänglich. Mit dieser Messe werden auch die Feierlichkeiten zum diesjährigen Kaiser-Wilhelm-Tag eingeläutet.

Pfarrer Braun hält die Predigt und führt auch durch den Abend. In der herbstlich geschmückten Kirche werden die Jagdhornbläser die musikalische Ausgestaltung der Messe übernehmen.

Nach der Legende nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als reinen Selbstzweck ansah. Eines Tages habe Hubertus in den einsamen Wäldern der Ardennen gejagt, als er plötzlich einen großen Hirsch erblickte. Doch kurz bevor er den tödlichen Pfeil abschießen wollte, sah er ein hellleuchtendes Kreuz zwischen den Geweihstangen des Hirsches. Vom Licht geblendet ließ er Pfeil und Bogen fallen und sank auf die Knie. Und plötzlich hörte er eine Stimme, die ihn ermahnte, sein ausschweifendes Leben aufzugeben und sich Gott zuzuwenden.

Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Mit dem Gottesdienst gedenken die Jäger alljährlich ihres Schutzpatrons, der dies auch für die Waldarbeiter, Förster und Schützen ist.

Das der Hubertustag mit dem Kaiser-Wilhelm-Tag in Waldesruh auf ein Datum zusammenfällt, ist kein Zufall. Kam doch Kaiser Wilhelm das erste Mal im Jahr 1863 am Hubertustag in den beschaulichen Ort Waldesruh.

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