Hilfe für das Rentier – Weihnachtsgeschichte Teil 11

Förster Grünrock hatte erfahren, dass Jäger Willi anscheinend versehentlich das Rentier vom Weihnachtsmann angeschossen hatte. Wenn die Waldesruher diese Jahr das Weihnachtsfest noch retten wollten, mussten sie sich beeilen. Sie benötigten wahrscheinlich Hilfe für das Rentier.

Hilfe für das Rentier - Weihnachtsgeschichte Teil 11

Die Weihnachtsgeschichte 2017 …

… hier eine neue Folge

Und nun die Fortsetzung: Jetzt war natürlich guter Rat teuer. Obwohl die Waldesruher und auch die Waldtiere das Rentier lange suchten, hatten sie es noch nicht gefunden. Die beiden Jäger beeilten sich zur Rukollamühle zu kommen. Hier schilderten sie den anderen den Fall. Nun wurde nicht lange überlegt und alle machten sich zu der von Jäger Willi bezeichneten Anschussstelle auf.

Genau das war die Stelle, die wenige Stunden zuvor auch von Edgar Ente und Wachtmeister Hoffmann gefunden wurde. Nur leider wissen wir bereits, dass hier die Suche ebenfalls ohne Ergebnis verlaufen ist. Alle blickten sich ratlos an. Im Gebüsch jedoch piepste eine kleine Waldesruher Kurzohrmaus hektisch herumDie Waldesruher nahmen jedoch davon keine Notiz – ausser einem.

Eine kleine mutige Maus hat das Rentier gefunden

Förster Grünrock konnte nämlich mit „seinen“ Tieren reden. Das Gepiepse der kleinen Maus hiess nichts anderes, als dass der Förster der Maus folgen sollte. Unser Förster hatte aber den Tieren versprochen, ihr gemeinsames Geheimnis zu bewahren. Deshalb entfernte er sich unauffällig hinter die nächste Wegbiegung. Dort wartete bereits aufgeregt die kleine Maus. „Piep, ihr müsst sofort zum kleinen Loch an der Drachenglashöhle gehen. Dorthin hat sich das Rentier zurückgezogen, nachdem es sich verletzt hat. Piep, schnell, piep!“

Der Förster kannte das kleine Loch. Es war ein schmaler Belüftungsstollen unweit der Stelle, an der sie standen. Er nickte der kleinen Maus dankbar zu. Wenn sie jetzt alle schnell handeln würden, könnten die Waldesruher das Weihnachtsfest vielleicht noch retten! Wie zufällig dirigierte Förster Grünrock unsere kleine Gruppe zu der Stelle, an der sich das kleine Loch befand.

Auch unser Fräulein Krause ist mutig

Nichts war zu sehen. Mit einer Taschenlampe leuchtete Wachtmeister Hoffmann in das Loch hinein. War da nicht doch etwas? Aber das Loch war für die Männer zu klein. Keiner würde hindurch passen. Nur unser Fräulein Krause war schlank genug, um durch die Öffnung abgeseilt werden zu können. Die Männer blickten sich fragend an. Doch forsch trat unser Fräulein Krause vor. Für die Rettung von Weihnachten war sie bereit, jedes Opfer zu bringen. Nur ihr Reiherfederhütchen legte sie sorgsam auf einen grossen Stein.

Langsam, Meter für Meter wurde das Fräulein Krause in den Schacht abgeseilt. Die vier Männer hielten das Seil straff und gaben ihr Möglichstes. Denn wenn Fräulein Krause abstürzen würde, wäre das nicht nur das Aus für Weihnachten! Nein – was wäre denn Waldesruh ohne das Fräulein Krause?  Nach geschätzten fünf Minuten, aber nach gefühlten fünf Stunden gab das Seil nicht mehr nach. Fräulein Krause war also scheinbar unten angekommen. Es dauerte noch ungefähr fünfzehn Minuten bis es fünfmal am Seil zupfte. Das war das vereinbarte Zeichen, um das Seil wieder hochzuziehen. Schon beim Hochziehen bemerkten die Männer das höhere Gewicht.

Hilfe für das Rentier und offene Fragen

Bald schaute schon der Kopf vom Fräulein Krause aus dem Loch. „Hurra, wir haben es! Zieht nur kräftig weiter.“  Die Männer zogen und zogen und schliesslich erblickten sie das Geweih des Rentieres. Wenig später lag es vor ihnen im Gras, noch erschöpft und benommen. Aber sie hatten es gefunden! Und es war noch am Leben! Schnell untersuchten die Waldesruher das Rentier so gut es eben ging. Es war keine äussere Verletzung zu finden. Nicht nur dem Jäger Willi fiel ein ganzer Waggon Steine vom Herzen.

Wie aber kam das Rentier in das kleine Loch? Zu wem gehörten dann die Blutspuren und die Haarbüschel, die überall gefunden wurden? Diese Fragen mussten erst einmal warten. Jetzt galt es das Rentier zum Weihnachtsmann zu bringen. Der wartete ja an der Rukollamühle. Die Waldesruher war es fast gelungen Weihnachten zu retten. Oder doch nicht?

Fortsetzung folgt …

Hier geht es zur vergangenen Folge

Hier geht es zur neuen Folge

Edgar Ente

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.