Harry Potter und das magische Eibenholz

Die Waldesruher warten gespannt auf die Antwort von Harry Potter für das magische Eibenholz. An anderer Stelle läuft die Hilfe für den Weihnachtsmann auf Hochtouren.

Die Weihnachtsgeschichte 2016 …

Was bisher geschah: Eine Woche Weihnachten in Waldesruh war bereits vorüber. Ein Sturm kündigte sich am Vorabend an. Der Weihnachtsmarkt wurde deswegen gesichert und alle suchten die schützenden Unterkünfte auf. Nachts wütete der Sturm bis in den Morgen hinein. Am Morgen danach erwachte Förster Grünrock  und entdeckte ein paar Rentiere auf seinem Hof. Um Hilfe zu erhalten, eilte der Förster zu Dr. Bendig. Zur gleichen Zeit fanden Tante Rukolla und ihr Mann etliche herumliegende Geschenke auf ihrer neuen Terrasse. Was war geschehen? Während Dr. Bendig dem verletzten Rentier zu Hilfe eilte, fuhr Förster Grünrock in den Wald, um nach den dortigen Sturmschäden zu schauen. Aber dort fand er neben dem umgestürzten Baum nur viele herumliegende Geschenke.

Nachdem der Förster wieder abfuhr, kamen einige der Waldesruher Kinder an den Ort des Geschehens. Sie fanden den Schlitten des Weihnachtsmannes und schließlich den verletzen Weihnachtsmann. Die Kinder erkannten, daß sie dem Weihnachtsmann helfen mußten.  Allerdings brauchten sie dazu die Hilfe der Erwachsenen. Doch diese konnten den Weihnachtsmann nicht sehen. Tante Rukolla hatte aber wieder einen guten Ratschlag parat. Alle sollten sich an das Weihnachtsfest ihrer Kindheit erinnern. So konnten auch die Erwachsenen den Weihnachtsmann erblicken und ihm helfen.

Also wurde der Weihnachtsmann zum Forsthaus gebracht, wo er erst einmal eine kräftige Hühnersuppe erhielt. Wieder einigermaßen bei Kräften, erzählte er den Waldesruhern, was ihm in der Sturmnacht passiert ist. Die Waldesruher beginnen mit der Schlittenreparatur. Dabei tauchen aber neue Probleme auf: eines der Rentiere wird auf längere Zeit ausfallen, viele Geschenke sind spurlos verschwunden und schließlich fliegt der reparierte Schlitten gar nicht. Die Waldesruher sind mit ihrem Wissen aber noch nicht am Ende. Kann Harry Potter helfen?

… und hier eine neue Folge


Und nun die Fortsetzung:
 Sehnsüchtig warten die Waldesruher auf Antwort aus Hogwards. Niemand hat eine Ahnung, woher man das magische Eibenholz bekommt. Auch die Eule Rosalie, welche zu Harry Potter geschickt wurde, ist nicht in Sicht. Immer und immer wieder hält Forschtrat Tobi Ausschau nach ihr.

Währenddessen nutzen die anderen Waldesruher die Zeit. Wie dem Weihnachtsmann versprochen war, sichten alle die Bestände der Spielzeugwarenmanufaktur. Holzbaukästen, Memoriespiele, Schaukelpferde, Holzautos und Holzfiguren, Puppen und Teddybären werden zusammengetragen. Selbst auf den Dachböden der Manufaktur wird nachgeschaut. Holztiere, Pyramiden, Hampelmänner und Kugelspiele finden ihren Platz neben Räuchermännchen, Indianern und Nußknackern.

Aber die Liste des Weihnachtsmannes ist lang. Mit Ritterburgen und Cowboyhäusern und ganzen Kasperletheatern können die Waldesruher ja noch dienen. Aber mit Computern, Handys oder Playstationen? Die muß der Weihnachtsmann von seinen anderen Lieferanten beziehen. Gott sei Dank steht die Internetleitung und das provisorische Weihnachtsmannbüro im Rathaus kann fleißig mit dem Nordpol kommunizieren.

Im Rathaus wurde ein provisorisches Weihnachtsmannbüro eingerichtet

Fräulein Krause und Tante Rukolla haben hier die Organisation übernommen. Fleißig schreiben sie Listen, haken ab und schreiben neue Listen. Nebenbei wird telefoniert oder eine Email geschrieben. Schließlich soll nach Möglichkeit kein Kind ohne ein Geschenk zu Weihnachten bleiben.

Doch auch die Geschenke aus Waldesruh müssen verpackt und verladen werden. Hilfe kommt dabei aus dem ganzen Ort. An allen Tischen in der Manufaktur werden Kartons gefaltet und geklebt. Andere Helfer verpacken liebevoll und bruchsicher die Geschenke. Dazwischen sorgt der Bärenwirt für das leibliche Wohl aller.

Die Touristen und Urlauber in Waldesruh wundern sich sicher über den Trubel im Ort. Doch sie nehmen es gelassen und genießen das Weihnachten in Waldesruh. Belustigt schauen sie dem Treiben durch die Fenster zu. Ob sie vom Ernst der Lage überhaupt etwas ahnen?

Immer noch keine Lösung bei der Schlittenreparatur

Die Gemeindearbeiter um Bertram Baumeister stehen indes immer noch ratlos vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes. Bertram kratzt sich am Kopf „So ein Quatsch. Magisches Eibenholz … Wo gibt es denn so etwas!“. Susi und der dicke Bernd werfen ihm nur einen empörten Blick zu. „Ja, ja – das wird schon was werden.“ brummt er da nur noch.

In diesem Augenblick kommt Tobi ganz außer Atem angelaufen. Von seinem Aussichtsplatz im Baumgeäst hat er bereits die Eule Rosalie gehört. Zeitgleich kommen die Eule und Tobi beim Schlitten an. Rosalie läßt ein kleines Päckchen fallen. Alle stürzen sich darauf.

Susi öffnet den Brief und heraus fällt ein kleiner Beutel. „Wie Eibenholz sieht das ja nun nicht aus!“ ruft enttäuscht der dicke Bernd. „Wartet, hier steht noch etwas geschrieben …“ Der Forschtrat dreht und wendet das Stück Papier. „Leider ist das nicht in Deutsch …“ murmelt auch er enttäuscht. Susi reißt ihm das Papier aus den Händen: „Das ist Englisch, warte, ich versuche es zu lesen.“ 

Harry Potter und das magische Eibenholz

Und da Susi in der Schule immer aufgepasst hatte, geht das auch ganz flott: „Liebe Waldesruher, vielen Dank für die Post, welche ihr mir mit eurer Eule geschickt habt. Auch mich beunruhigt das Geschehen mit dem Weihnachtsmann. Leider ist es nicht möglich, magisches Eibenholz mit eurer Eule zu schicken. Aber ich hoffe, ich kann euch auf andere Art und Weise helfen. Im beiliegenden Beutel findet ihr etwas vom Feenstaub. Nehmt zur Wintersonnenwende geschlagenes frisches Eibenholz und bestreut es mit dem Staub. Dann in den Schlitten einbauen und fest daran glauben. Dann sollte der Schlitten eigentlich fliegen. Viel Glück! Euer Harry Potter“

„Na, wenn das gut geht …“ brummte Bertram Baumeister wieder,. Aber er verstummte sofort, als er die Blicke der Kinder sah.

Förster Grünrock weiß Bescheid

Wintersonnenwende, wann war Wintersonnenwende? Förster Grünrock weiß natürlich Bescheid: „Die Sonne wandert am 21.12. um 11.44 Uhr in das Zeichen des Steinbocks und markiert damit den Zeitpunkt der Wintersonnenwende. Dann herrscht der kürzeste Tag des Jahres. Und zum Glück ist der 21.12. schon morgen!“

Da sollte es kein Problem sein, Eibenholz zu schlagen. „Die Eibe steht zwar unter Naturschutz,“ meint der Förster „aber in Anbetracht der besonderen Situation können wir hier wohl einmal eine Ausnahme machen.“ Die Bauarbeiter sollten doch einmal ausmessen, wie groß das Holz sein sollte und dann würde er mit den Holzfällern losgehen. Wo Eiben stehen, das weiß der Förster ganz genau. Schließlich ist es ja sein Wald. Und es wird ja auch sicher nur ein kleiner Ast sein.

Wird es dem Förster gelingen, das magische Eibenholz zu beschaffen? Werden alle Geschenke pünktlich eingepackt sein? Und was ist mit dem kranken Rentier?

Fortsetzung folgt …

Edgar Ente ist ein Kind aus Waldesruh. Er interessiert sich sehr für die Natur und die Entwicklung seiner Heimat. Als Reporter hat er großen Anteil daran, dass der Ort Waldesruh quasi von der Öffentlichkeit „wieder entdeckt“ wurde und berichtet vornehmlich vom Leben aus diesem Ort.

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