Letzte Aktualisierung am 30. Dezember 2020

Am Donnerstag wird offiziell dem Mauerbau vom 13. August 1961 in Waldesruh gedacht. „Zwar wurde mit der Mauer und den Sicherungsarbeiten hier bei uns erst eine Woche später angefangen,

aber in der deutschen Geschichte hat sich das Datum des 13. August eingeprägt. Deswegen halten wir auch hier eine Gedenkstunde ab.“ erklärt Egon Schulze gegenüber dem Waldesruher Tagesboten.

Die Mauer in Waldesruh trennte hier den Ort von der Nachbargemeinde  Wilhelmsbrunn ab. Was vorher über Jahrhunderte zusammenwachsen konnten, wurde schlagartig für 28 Jahre unterbunden.

Im Schatten der Mauer konnte Waldesruh seine Ursprünglichkeit im Ort und in der Natur bewahren. „So traurig die Trennung durch die Mauer war, die Mauer legte auch einen der Grundsteine für unsere heutige Entwicklung.“ so Egon Schulze weiter. „Im Waldesruher Mauer- und DDR-Museum wird diese Geschichte unseres Ortes in Form von Zeitzeugenberichten und Fotografien hoffentlich für eine lange Zeit bewahrt werden.“

Das DDR-Museum in Waldesruh zeigt an diesem Tag neben den Daueraustellungen eine Sonderausstellung zum Thema „Mauerbau“. Der Nationalpark bietet geführte Exkursionen unter fachkundiger Leitung von Förster Grünrock entlang des ehemaligen Mauerstreifens an.

Treffpunkt für alle Veranstaltungen ist das DDR-Museum unweit der Rukollamühle. Die Teilnahme ist kostenlos.