Es klingt wie ein Aprilscherz: “Für Urlauber soll im Wald Warnwestenpflicht gelten!”. Das fordert Bauer Raffke in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Waldesruher Jagdgesellschaft.

“Hintergrund meiner Forderung ist, daß immer wieder Urlauber und Wanderer die Waldwege verlassen und sich durch die Flächen bewegen. Da kann es schnell einmal passieren, daß man als Jäger denkt, man hat ein Wildschwein vor sich und die Flinte abdrückt. Es ist zwar glücklicherweise noch kein Urlauber um sein Leben gekommen, aber man kann ja nie wissen!”. 

Raffke fordert nun, daß jeder Zimmervermieter seine Gäste mit einer solchen Warnweste ausstatte. “Am besten ist es natürlich, wenn zu den Jagdzeiten niemand den Wald betritt. Dann hätte auch das Wild genügend Ruhe.”

Im Rathaus wurde die Forderung von Bauern Raffke nur mit einem Lächeln aufgenommen. “Für den Aussenstehenden mag diese Forderung makaber klingen. Aber die Zeiten, in denen keiner den Wald betreten durfte sind nun wirklich vorbei. Mit uns wird es in Waldesruh keine Warnwestenpflicht im Wald geben!” erklärte Egon Schulze gegenüber dem Waldesruher Tagesboten.

Die Mehrzahl der Waldesruher Jäger sei sich der Verantwortung bewusst und respektiere die Jagdgesetze und den Nationalpark. Auf die Nachfrage, ob es sich bei der Forderung von Bauer Raffke um einen neuen Anlauf für das Megahotelprojekt handele, wollte sich Egon Schulze nicht weiter äußern: “Wir wissen von keinen weiteren Planungen in dieser Hinsicht.”