Mein Beitrag zum #fotoprojekt17 Tierfotografie

Dieser Beitrag ist mein erster Beitrag zum Fotoprojekt #fotoprojekt17 Tierfotografie von Anne. Sie gibt auf ihrem Blog an jedem Monatsbeginn ein Thema bekannt, zu dem dann den Monat über Fotos gezeigt werden sollen. Wie es der Beitragstitel schon vermuten lässt, geht es im Juni um das Fotografieren von Tieren – und die Links zu den Foto-Beiträgen der anderen Teilnehmer könnt ihr dort auch in den Kommentaren finden.

Emus im Zoo

Mein Beitrag zum #fotoprojekt17 Tierfotografie

Natur- und vor allem die Tierfotografie ist eines meiner liebsten Steckenpferde. Darum beteilige ich mich auch an diesem Projekt und habe ein wenig in meinem Archiv gekramt.

Im Bereich der Tierfotografie ist die #Wildlifefotografie mein besonderes Augenmerk. Nicht, dass ich keine Haustiere mag. Im Gegenteil! Einige tierische Mitbewohner teilten und teilen meine Lebenszeit. Aber das Fotografieren von wilden Tieren in unserer heimischen Natur ist für mich Freude, Entspannung und Ansporn zugleich. Und es gibt vieles zu entdecken, wenn man mit offenen Augen und Ohren durch unser wildes Deutschland streift.

Nashornkäfer

Ganz aktuell das Foto eines Nashornkäfers. Diesen traf ich auf eine ganz besondere Weise – nämlich im Bus. Ob er flüchten wollte oder ob Karl, der Käfer, vertrieben wurde? Das konnte er mir nicht mitteilen. Aber ein Bus ist nicht der richtige Ort für diesen schönen Käfer. Deshalb nahm ich ihn mit und er darf sein neues Heim in unserem Naturgarten bei anderen Tieren seiner Art beziehen.

Tip: Begegne den Tieren auf Augenhöhe

Bei der Tierfotografie ist es mir wichtig, den Tieren auf Augenhöhe zu begegnen. Das kann man wörtlich nehmen, denn gerade bei kleinen Tieren wirkt diese Perspektive um vieles besser als der Blick von oben herab. Andererseits heisst „auf Augenhöhe“ auch, dass man Respekt vor den Tieren hat. Nichts ist verwerflicher als Tiere wegen eines Fotos zu stören. Das gilt gerade und vor allem während der Brut oder der Aufzucht von Jungen.

Großer Brachvogel

Diesen Brachvogel traf ich an der Ostsee auf dem Darß an. Hier legte ich mich extra längs auf den Boden in den Sand. Ich fokussierte auf die Augen. Dieses verleiht den Tieren einen noch lebendigeren Eindruck. Hilfreich ist es, beim Zusammentreffen mit Tieren unnötige und hastige Bewegungen zu vermeiden. Fühlen sich die Tiere sicher, sind sie eher bereit ihrer ursprünglichen Tätigkeit nachzugehen. Vielfach erhält man so auch besondere Eindrücke von ihrem Leben.

Tagpfauenauge

Tip: Wechsle die Perspektive

Ebenso versuche ich es die Perspektive zu wechseln. Schmetterlinge zum Beispiel werden meistens so fotografiert, dass man ihre farbenfrohe Oberseite sieht. Aus einer anderen Perspektive wirkt dieses Tagpfauenauge gleich noch einmal interessanter, oder?

Kormorane

Eine gute Recherche ist die halbe Miete. Dies gilt auch in der Wildlifefotografie. Möchte man nichts dem Zufall überlassen, ist es vorteilhaft, etwas über die Tiere zu wissen. Kommen die Tiere im von mir besuchten Gebiet überhaupt vor? Welche Lebensweise haben, was ist ihre bevorzugte Nahrung oder welche Spuren hinterlassen sie? Diese Kormorane habe ich am Weserwehr in Bremen fotografieren können. In der Nähe des Wehres befindet sich eine Brutkolonie dieser schwarzen Jäger. Am Weserwehr selbst sammeln sich wandernde Fische und bieten damit eine leichte und bequeme Nahrungsquelle für die Fischjäger. Tiere sind auch nur Menschen und mögen es sehr bequem.

Nandus in Deutschland

Tip: Recherchiere über die Natur und die Tiere

Oder freilebende Nandus in Deutschland? Auch die gibt es mittlerweile im Nordwesten von Mecklenburg. Aus einzelnen aus der Gefangenschaft ausgebrochenen Tieren ist mittlerweile eine 250 Vögel große Population geworden.

Kraniche in der Diepholzer Moorniederung © Torsten Berg

Kraniche sind am einfachsten während ihres Herbstzuges in die Winterquartiere zu beobachten und zu fotografieren. Dann sammeln sich die Tiere an Übernachtungs- und Äsungsflächen zu Hunderten. Sie sind bequem aus dem Auto oder einer anderen Deckung zu fotografieren.

Vieles ließe sich über die Tierfotografie noch schreiben. Viel zu viel, um es in einem kleinen Beitrag zusammenzufassen. Schaut doch mal auf meinen Blog. Hier schreibe ich oft über dieses Thema.

Tip: Statt teures Equipment geh lieber raus in die Natur und lerne die Tiere kennen

Persönlich würde ich nicht zuviel Wert auf teure Fototechnik legen. Vielmehr kommt es darauf an das vorhandene Equipment zu kennen und zu wissen, was es kann. Gerade das ist meiner Meinung nach sehr ausschlaggebend für kreative und gute Fotos. Tierfotografie ist eine der anspruchsvollsten Fotografiearten. Neben der Beherrschung der eigenen Technik und Kenntnis über die Tiere gehört eine gehörige Portion Glück dazu. Natürlich auch ruhiges Blut im entscheidenden Augenblick. Sonst passiert es schon einmal, dass man ein Foto verpfuscht. So wie ich bei meinem ersten Seeadler.

Mein erster Seeadler

Weil es mein erstes Seeadlerfoto überhaupt ist, stelle ich es ebenfalls hier mit ein. In solchen Fällen: nicht aufgeben. Irgendwann ergibt sich wieder eine Gelegenheit. Allein der Augenblick der Begegnung entschädigt für alles. Weitere Tipps zur Naturfotografie habe ich in einem früheren Beitrag hier geschrieben.

Wenn euch die Fotos und der kurze Beitrag gefallen haben, würde ich mich über eure Kommentare sehr freuen!

Torsten

Torsten

Hallo,ich bin Torsten. Das Leben machte mich zum Optimisten mit Lebenserfahrung, Abenteurer, Naturschützer, Forstarbeiter, Logistiker, Journalist, Eurovisionär, Sammler, Schriftsteller, Künstler …
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2 Replies to “Mein Beitrag zum #fotoprojekt17 Tierfotografie”

  1. Sehr coole Fotos. Ich finde es toll, dass du auch das unperfekte Foto vom Seeadler veröffentlicht hast.
    Mir misslingen bei der Tierfotografie auch sooo oft Fotos. Aber so is das nun mal, wenn man Tiere fotografiert. Die halten eben nicht mal eben still, nur weil man es selbst möchte.

    Viele Grüße
    nossy

    P.S. Ich finde diese Sicherheitsfrage bei der Kommentarfunktion nervig -.-
    Wenn man da erst überlegen muss, was überhaupt von einem verlangt wird, vergeht bei mir oft die Lust am kommentieren.

    1. Hallo Nossy,
      jupp … manchmal geht das Blut bei solchen Situationen doch mit einem durch. Beim nächsten Mal wird es besser.
      Aber so ist das eben, die Natur hält sich an kein Drehbuch.

      Das Captcha bei der Kommentarfunktion ist nervig, ja. Das hatte aber damals seinen Grund wegen der Sicherheit. Ich muss mal etwas neues testen.

      beste Grüße
      Torsten

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