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Sehnsuchtsvoll erwartet – die Fotoparade 2019 auf Erkunde die Welt startet. Wieder einmal wird das who is who der bloggenden Fotografen viele Schätze von ihren Festplatten zeigen. Das ist meine dritte Teilnahme und ich freue mich wahnsinnig darauf, euch meine schönsten Bilder aus Deutschland und umzu zu präsentieren. Ich bin jedenfalls Feuer und Flamme.

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Ritter im Kampf mit einem feuerspeienden Drachen

Ein knappes Jahr Warten ist vorbei: die Fotoparade 2019 ist nun offiziell gestartet. Eigentlich könnte man denken, dass es mit diesem Beitrag schon eine Art Jahresrückblick geben wird. Aber weit gefehlt. Noch hat dieses Jahr knapp drei Monate und ich bin weit davon entfernt in die Winterruhe zu wechseln. [Spoileralarm!] So war ich erst an den letzten Wochenende in den Pilzen oder im wunderschönem Harz unterwegs. Der Jahresrückblick muss damit noch etwas warten.

Meine ersten beiden Teilnahmen an der Fotoparade aus dem Jahr 2018 findest du übrigens am Ende dieses Artikels verlinkt. Für das aktuelle Jahr hat Michael den Zeitraum von halbjährlich auf jährlich geändert. Das Positive daran ist, ich habe mehr Zeit zum fotografieren. Das Negative – ich habe eine grössere Auswahl. Das wird schwierig werden. Aber ich denke, ihr könnt euch auf eine bunte Mischung freuen.

Michael hat sich dieses Mal sechs Pärchen gegensätzlicher Begriffe ausgedacht. Aus diesen Pärchen soll man sich für einen Begriff entscheiden und ein Bild dazu präsentieren. Diese Regeln sind wie immer kein Muss. Ich kann euch aber schon jetzt versprechen, es wird mehr als ein Foto. Bis zum 30.11.2019 könnt ihr auch selbst an der Fotoparade teilnehmen.

Nun möchte ich euch nicht weiter auf die Folter spannen. Hier sind die sechs Pärchen von Michael:

Stadtbild oder Landschaft

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Landschaft in der Lüneburger Heide mit Kiefern und sandigem Wanderweg

Eindeutig Landschaft! Ich bin kein Stadtmensch – allerhöchstens ein Kleinstadtmensch. Ich brauche Wald, Berge, Meer und wilde Tiere. Aber man kann auch in einer Stadt sehr viel Natur erleben. Zudem ist ein kurzer Trip in eine Stadt doch auch immer wieder ein Abenteuer. Warum ich trotzdem selbst noch in einer Stadt wohne, das frage ich mich auch immer wieder. Um meinen Widerspruch etwas aufzulösen, habe ich mir selbst das kleine Projekt Wildes Bremen gestellt.  Schau doch dort hinein, wenn es dich interessiert.

Das Foto für diese Kategorie ist während meiner Woche bei den wilden Wölfen in der Lüneburger Heide entstanden. Die drei zusätzlichen Bilder entführen euch nach [Spoileralarm!] Bordeaux, in eine alte Frühstücksflockenfabrik und in den Bremer Rhododendronpark.

Tier oder Pflanze

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr heulender Wolf im Wolfscenter Dörverden

Eigentlich beides, aber wohl eher Tier. Schon als kleiner Junge war ich von den Tierfilmen im Fernsehen begeistert, hatte selbst Fische, Wellensittiche, Kaninchen, Meerschweinchen … und ich ging raus in die Natur! Als Naturschutzhelfer und Forstfacharbeiter kümmerte ich mich um Tiere und Pflanzen. Naturbegegnungen sind für mich immer etwas besonderes, egal ob Tier oder Pflanze. Wenn es zudem noch besonders besondere Begegnungen sind, umso besser! Wie zum Beispiel meine Woche bei den wilden Wölfen in der Lüneburger Heide.

Berge oder Meer

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Unterwegs zum Brockengipfel im Winter

Berge! Die vermisse ich hier im Norden sehr. Am liebsten sind mir natürlich Berge mit Wald. Aber die mit 32,5 m höchste Erhebung im Bundesland Bremen lädt nicht gerade zu einem Abenteuer ein. Und selbst im Urwald Hasbruch findet man nur kleine Hügel. Aber das ist normal hier oben bei uns in Norddeutschland. Da kommt ein Winterwochenende auf dem Brocken doch ganz gelegen. Weitere Naturreisen von mir gab es in diesem Jahr nach [Spoileralarm!] Nordjütland, zur grössten Wanderdüne Europas und in den [Spoileralarm!] Harz.

Fremdländisch oder einheimisch

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Fischotter im Wisentgehege Springe

Eher einheimisch. Das liegt aber daran, dass ich mich die überwiegende Zeit des Jahres hier in Deutschland aufhalte. Ich wohne und arbeite hier in Bremen. Fremdländisches sehe ich eher im Urlaub oder auf Reisen. Trotzdem habe ich nichts gegen fremdländisches. Das fängt bereits beim Essen an. Einheimisches und Fremdländisches kann gut miteinander harmonieren. Man muss sich nur darauf einlassen.

Wenn man hier bei uns in Deutschland fremdländische Tiere und Pflanzen sehen möchte, braucht man nicht unbedingt in den Zoo oder in die Ferne reisen. Viele Arten wandern inzwischen von selbst ein oder kehren wieder zurück. Denken wir nur an die Nilgans oder an die Nandus.Ob dieses Zusammenleben eine Erfolgsgeschichte wird, liegt aber auch an uns. Natur kennt nicht die Grenzen, welche wir Menschen errichtet haben.

Vor allem Zugvögel zeigen uns das zweimal im Jahr mit schöner Regelmässigkeit. Beobachten können wir das zum Beispiel auf der Storchenstation in Berne, bei den wilden Kranichen bei Diepholz oder an der [Spoileralarm!] Nordseeküste. So verbindet sich einheimisches mit fremdländischem. Hoffen wir, dass es noch lange so bleibt.

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Sonnenuntergang vor Windkrafträdern

Eigentlich bin ich ein Morgenmensch. Es macht mir nichts aus vor dem Morgengrauen aufzustehen. Aber … bei der Durchsicht meiner Fotos für diesen Beitrag ist mir aufgefallen: ich habe dieses Jahr noch nicht einen Sonnenaufgang fotografiert! Deshalb gibt es also nur ein Sonnenuntergangsfoto. Entstanden ist es bei meinem Aufenthalt in [Spoileralarm!] Dänemark. Eigentlich faszinierte mich auf der Vorbeifahrt an dieser Stelle der symmetrische Aufbau der Windräder. So mussten wir auf der Rückfahrt an dem Tag an dieser Stelle noch einmal anhalten. Passend, dass gerade Sonnenuntergang war.

So ganz ohne Sonnenaufgang kommt ihr aber nicht davon. Hier noch einmal ein bisher unveröffentlichtes Foto aus dem Jahr 2017. Der Herbst schickt bereits die ersten Frühnebel in die Landschaft. Das goldene Licht der aufgehenden Sonne wird durch den Nebel aufgesogen. Dadurch erhält der Nebel ebenfalls die schöne goldige Stimmung. Wenigstens für eine kurze Zeit.

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Sonnenaufgang am Weserdeich in Bremen

Schwarz-Weiss oder bunt

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Bunker bei Hanstholm in Dänemark

Das Leben ist BUNT! Graue Tage haben wir genügend. Ich habe einmal mit jemanden gesprochen, der meinte schwarz-weiss-Aufnahmen erinnern ihn immer an Trauerfälle. In gewisser Hinsicht kann ich das sogar nachvollziehen. Für mich kommt es auf das Motiv und die Aufnahmesituation an. Einige wenige SW-Fotos habe ich in meiner black&white-Galerie eingestellt. Als Ausdruck- und Stilmittel finde ich es in Ordnung, schwarz-weiss zu nutzen. Darum habe ich auch einmal die [Spoileralarm!] Bunkeranlagen in Hanstholm erst farbig für eine HDR-Aufnahme fotografiert und im Nachhinein in LR in SW umgewandelt.

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr Höhlenmalereien in Lascaux

Schwarz und Weiss nutzten auch unsere Vorfahren bereits zum Malen. In Verbindung mit anderen Farben aus der Natur und verschiedenen Untergründen wurden daraus auch farbige Bilder. So wie in den [Spoileralarm!] Höhlen von Lascaux. Im Mai konnte ich mir dort einen meiner Kinderträume erfüllen. Irgendwie verbindet uns doch noch vieles mit unseren frühen Vorfahren. Zum Beispiel das Ablichten von Tieren!

Mein Lieblingsbild aus 2019

Fotoparade 2019: meine kleine Reise durch das Fotojahr mein Lieblingsfoto 2019 Selkefall

Mein Lieblingsbild aus 2019 (vorerst) ist diese Langzeitbelichtung vom Wasserfall der Selke im Harz. [Spoileralarm!] Wie es zu diesem Foto gekommen ist und welche Einstellungen und Entwicklungen ich vorgenommen habe, erkläre ich dir, wenn ich die aktuelle Fotoparade gewinne! 🙂

Ich hoffe, meine kleine Reise durch das bisherige Fotojahr 2019 hat dir gefallen. Viele Fotos schlummern noch auf der Festplatte und warten auf eine passende Gelegenheit. Wie sieht es bei dir aus? Nimmst du schon an der Fotoparade von Michael teil? Verlinke mir doch deinen Beitrag in den Kommentaren. Eine Liste aller teilnehmenden Blogger für die Fotoparade 2019 findest du unter diesem Link.

Folgende Beiträge gefallen mir besonders gut:

  • Thomas und Melanie mit atemberaubenden Afrikaaufnahmen.
  • Schöne Naturfotos aus Westkanada findet ihr bei Kathrin & Kristin.
  • Tolle grossformatige Fotos zeigt pixelwo. Zudem ist der Beitrag auch sehr ansprechend aufgebaut!
  • Auch wenn Kreuzfahrten nicht so wirklich meine Sache sind, die Fotos von Franz machen schon Lust …
  • Einen wunderschönen Sternenhimmel (und anderes schöne Fotos aus den USA) siehst du bei Saskia
  • Mit ihren Juxtapositionen hat mich Nicola bezaubert.
  • Atemberaubende Landschaften aus der Puna in Argentinien zeigt Julia.
  • Ein sehr emotionales Gorillafoto berührte mich bei Sabina.
  • Einen Orang-Utan als Pendant dazu und andere schöne Landschaftsfotos zeigt Sabrina.
  • Kerstin zeigt u.a. eine gespiegelte Kamelkarawane im Sonnenuntergang.
  • Wahre Fotokunst habe ich bei Birgit gefunden.
  • to be continue

Meine früheren Beiträge zur Fotoparade kannst du dir übrigens hier anschauen: