Letzte Aktualisierung am 21. August 2014

Gerade jetzt im Frühling kommt es oft vor, dass Urlauber und Wanderer allein gelassene Rehkitze finden und diese beim Förster abgeben wollen. Generell findet es Förster Grünrock gut, wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht.

Doch diese Tierliebe dem vermeintlich verlassenen Kitzen gegenüber ist schlichtweg falsch. Dies erläutert er auch immer wieder in seinen Vorträgen, welche er vor den Urlaubern hält.

Die Rehmütter – der Forstmann bezeichnet sie als Ricken – legen ihre Jungtiere immer geschützt ab, da die Kitze selbst noch relativ schwach sind und einem Raubtier schnell zur Beute werden können. Durch ihre gefleckte Fellzeichnung sind die Kitze fast perfekt getarnt und können sich so sehr gut verstecken. Die Ricke kommt in regelmäßigen Abständen immer wieder vorbei, um ihr Junges zu säugen.

Der Förster warnt eindringlich davor, die aufgefunden Kitze anzufassen. Durch den damit auf das Kitz übertragenen Menschengeruch verweigert sich die Ricke oftmals das Kitz zu säugen. Dieses würde dann schlichtweg verhungern. Regelmässig hat der Förster in seinem Forsthaus einige junge Rehe zur Aufzucht – eben die, welche von den Urlaubern abgeliefert werden. Gern kann dem Förster hier auch bei der Aufzucht der Jungtiere zur Hand gegangen werden.