Auf den Trockenrasenflächen am Mühlenbach stehen einige alte und große Weißdornbüsche. Teilweise sind diese schon so alt, dass sich einige richtige Stämme gebildet haben. Der aufmerksame Naturbeobachter wird hier immer wieder etwas Seltsames finden.

Wer genauer zwischen die Gabel der Äste schaut, der wird zwischen den Ästen etwas graues kugeliges finden. Hierbei handelt es sich aber nicht um ein Vogelnest, sondern dieses Etwas scheint vier Beine und ein Stachelkleid zu besitzen. Stachelkleid? Richtig – hier hängt ein Igel im Baum.

Doch wie kommt dieses Tier, welches sonst immer nur am Boden lebt auf den Baum? Hochgeklettert ist er wohl kaum. Und je länger man auf den Igel schaut, desto mehr wird man sich wundern, dass er sich gar nicht bewegt.

Ist er etwa tot? Sicher ist er das, sagt dann Förster Grünrock – wie sonst soll ein Igel denn auf einen Baum kommen! Das Rätsel ist dann auch schnell gelöst. Eine Eule oder ein anderer Greifvogel hat den unvorsichtigen Igel erbeutet und als Nahrungsreserve hier in den Baum gehängt. Und ab und zu kommt es dann auch vor, dass der Igel dann im Baum vergessen wird.