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Heute führt Förster Grünrock wieder eine Touristengruppe in seinen Wald hinaus. Die älteren Damen einer Gärtnergruppe interessieren sich für die vielen Frühblüher im Wald, die die noch kahlen Waldesruher Wälder in ein buntes Blütenmeer zaubern.

Förster Grünrock erzählt: Von Frühblühern im Wald

„Gerade jetzt im Frühling kommt durch die noch lichten Baumwipfel genügend Licht auf den Boden der Wälder,“ erklärt der Förster den Damen. Diese bewundern die schier unendlichen Blütenteppiche in weiss, gelb oder blau. Dieses Licht brauchen die Blumen zum wachsen.

„Die Frühblüher haben gegenüber anderen Pflanzen den Vorteil, dass sie durch ihre Zwiebeln schon genügend Nährstoffe im letzten Jahr sammeln konnten. Diesen Vorsprung können sie jetzt im Frühling voll ausleben. Spätestens wenn die Bäume all ihr Laub ausgetrieben haben, kommt nicht ein Lichtstrahl auf den Waldboden.“ reagiert er auf die vielen aahs und oohs der Damen, welches nur durch das Klicken der Fotoapparate unterbrochen wird.

Hier im Nationalpark finden wir viele Frühlingsblüher wie die weißen Buschwindröschen, das gelbe Scharbockskraut oder die Märzenbecher. An einer Stelle finden die Damen sogar das wilde Alpenveilchen. „Aber das hat hier wohl jemand ausgepflanzt und es hat sich allein verwildert“ – mutmaßt der Förster.

Nur leider dürfen die Damen nichts von den Pflanzen für ihre Gärten ausgraben. Da hilft auch kein intensives Geflirte mit dem Förster. „Die Blumen stehen alle unter Naturschutz und besonders im Nationalpark ist es verboten, Pflanzen auszugraben und mitzunehmen. Wie sonst sollen sich noch andere Urlauber an dieser Naturschönheit erfreuen?“ fragt der Förster die Damen.