Förster Grünrock erzählt: vom Uhu im Steinbruch

Nun hat es dieses Jahr im Steinbruch endlich geklappt. Familie Uhu zieht zur Zeit zwei Jungvögel auf. Tagsüber sieht man die Uhueltern in den Steinwänden schlafen.

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 21.06.2024 aktualisiert.

Erstellt wurde er am 21.06.2013 .

Förster Grünrock erzählt: vom Uhu im Steinbruch

Als das erste Jahr der Uhu im Steinbruch brütete, wussten nur Förster Grünrock und Forschtrat Tobi etwas von ihm. Es war Tobi, der den Horst zuerst entdeckte und dem Förster davon erzählte.

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Der Eierdieb

Beide einigten sich darauf, vorerst nichts von diesem seltenen Gast zu erzählen. Leider blieb dieses Geheimnis nicht lange unentdeckt. Ein anderer Naturkenner entdeckte den Horst und bemerkte auch die zwei Eier darin, welche das Uhu-Weibchen ausbrütete. Am nächsten Tag waren die zwei Eier nicht mehr aufzufinden. Die Jungen konnten noch nicht geschlüpft sein, dazu war erst nur eine kurze Zeit seit der Eiablage vergangen.

Als Tobi und der Förster das Gelände näher untersuchten, fanden sie neben Fußabdrücken und Reifenspuren auch noch Kletterspuren unterhalb des Horstes. Hier hatte sich wohl der Naturfreund in einer dunklen Nacht den Felsen hinauf gewagt und das Nest ausgeräumt. Wie Förster Grünrock weiß, bringt ein Ei der seltenen Vögel auf dem Sammler-Schwarzmarkt bis zu 10.000 Euro. Dass der Uhu nahezu ausgestorben sei und deshalb der Handel selbst mit Federn der Uhus verboten ist, scheint solchen Naturfreunden egal zu sein.

Dieses Jahr wollen es Tobi und der Förster anders machen. Der Förster informiert die Polizei und den Naturschutzbund und Tobi organisiert mit seinen Freunden eine Bewachung des Horstes rund um die Uhr. Der Eierdieb soll dieses Jahr keine Chance haben das Nest leer zu räumen!

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Nachwuchs bei Familie Uhu

Nun hat es dieses Jahr im Steinbruch endlich geklappt. Familie Uhu zieht zur Zeit zwei Jungvögel auf. Tagsüber sieht man die Uhueltern in den Steinwänden schlafen. In der Dämmerung und nachts gehen die beiden dann auf Beutejagd um die ständig hungrigen Jungen zu füttern. Lautstark kann man dann beim Anflug der Eltern die Jungen betteln hören.

Bedenken, dass der Theaterbetrieb im verlassenen Steinbruch die seltenen Eulen stören könnte, hat Förster Grünrock keine. Seit einigen Jahren brüten die Uhus hier erfolgreich und jedes Jahr ziehen sie mindestens ein Junges groß. Der Theaterbetrieb braucht deswegen nicht eingestellt zu werden. Die Uhus haben sich an den Rummel gewöhnt und der Horststandort bietet aufgrund seiner Lage genug Abstand und Sicherheit zu dem Trubel.

Besonders gut beobachten kann man die junge Familie übrigens von der Aussichtsplattform am Wanderweg der Trift in Höhe des Forsthauses. Von hier hat man einen direkten Blick in den Horst der Eulen.

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