Förster Grünrock erzählt: Vom Gauckler der Lüfte

Geschrieben von Edgar Ente

Dieser Beitrag wurde am 26.04.2021 aktualisiert.

Veröffentlicht wurde er am 20.03.2014.

Förster Grünrock - Preiser Jäger 28043Der Frühling ist für Förster Grünrock eine der schönsten Jahreszeiten. Eigentlich findet er alle Jahreszeiten toll. Aber den Frühling ganz besonders! Im Frühling erwacht die Natur und viele Bekannte von ihm kehren nach Waldesruh zurück.

So auch die Kiebitze, von denen jedes Jahr hier neun Paare in den Wiesen am Mühlenbach brüten. Besonders erfreuen tut sich der Förster immer an den spektakulären Balzflügen der Vögel. Diese haben ihm auch den Namen Gauckler der Lüfte eingebracht. Mit lockeren und gemächlichen Flügelschlägen gauckelt der Vogel mit seinen breiten paddelartigen Flügeln gemütlich durch die Luft und lässt dabei seine “kiju-wit” – Rufe ertönen.

“Eigentlich ist der Kiebitz ja ein Vogel der Niederungen”, erzählt der Förster seinem Begleiter, dem Forschtrat Tobi. Aber wahrscheinlich bedingt durch die wachsende Anzahl der Vögel haben sich in den letzten Jahre auch ein paar Kiebitze am Mühlenbach in Waldesruh angesiedelt. Auch die Tiere wissen eben das gute Leben in Waldesruh zu schätzen.

Selbst für einen Laien ist der Kiebitz gar nicht schwer zu erkennen. Er ist etwa von der Größe einer Taube. Erwachsene Tiere besitzen einen metallisch grün-grau schimmernden Mantel und einen weiß gefärbten Bauch. Der Kopf ist ebenfalls weiß mit schwarzer Stirn. Diese läuft in einer langen zweizipfligen Haube aus, die Holle genannt wird.

In früheren Zeiten galten die Eier des Kiebitz als Delikatesse. Selbst Reichskanzler Bismark bekam jedes Jahr zu seinem Geburtstag jeweils 101 Kiebitzeier aus der Stadt Jever geschenkt. “Heute ist das Sammeln der Kiebitzeier glücklicherweise verboten”, freut sich der Förster. Jedoch wird das Suchen vopn Kiebitznestern zu Zwecken des Naturschutzes durchgeführt. Gefundene Nester werden markiert, damit diese nicht durch Maschinen der Landwirte beschädigt werden. “Da habe ich schon eine Idee, was wir demnächst im Biologieunterricht machen können,” freut sich der Forschtrat, der vor Aufregung ein ganz rotes Gesicht bekommen hat.

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