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Förster Grünrock erzähltFörster Grünrock ist wie jeden Tag unterwegs in „seinem“ Wald. Nur seinen Hund musste er heute im Zwinger lassen, da der Tierarzt seinem Bodo dringend Schonung angeraten hatte.

Also ist der Förster allein losgezogen in Richtung Rabenklippen.

Schon lange wieder einmal wollte er in diesem Gebiet nach dem Rechten schauen und einige Bäume für seine Arbeiter auszeichnen.

Schliesslich muss auch der Wald um Waldesruh gepflegt werden – nur im Nationalpark darf er wachsen wie er will. Holz ist eine der Haupteinnahmequellen des Ortes. Der Förster fand auch einige schöne Bäume, die es wert waren geerntet zu werden. Und ein bisschen Platz brauchen die übrigen Bäume sowieso zum Wachsen.

An Ort und Stelle angekommen, setzte sich der Förster auf einen Stubben und packte erst einmal sein Frühstücksbrot aus. Nichts schmeckt besser als ein Vesper an frischer Luft nach einer kleinen Wanderung.

Aus den Augenwinkel sah er etwas braunes vorbei huschen. Sollte es? Förster Grünrock war sofort versteinert und wagte es kaum zu atmen. Das Frühstücksbrot war im Nu vergessen.

Nach einiger Zeit bewegte sich wieder etwas in der Dickung und endlich sah er ihn: den Luchs, welchen er schon einige Mal an seinen Spuren und an seinem Ruf bemerkt hatte. Das erste Mal sah er diese schöne Katze – vielleicht zwei Minuten, dann war sie wieder weg.

Es muss sich wohl um einen jungen Kuder handeln, dachte der Förster. Er freute sich, dass er endlich dieses Tier leibhaftig gesehen hatte. Schön, dass der Luchs immer noch in der Gegend war. Hoffentlich findet er bald eine Gefährtin, dachte Grünrock und machte sich vergnügt auf den Heimweg.