Letzte Aktualisierung am 10. Februar 2021

Förster Grünrock ist wie jeden Tag unterwegs in „seinem“ Wald.  Heute hat er eine überraschende Entdeckung gemacht.  Mitten im Wald findet er geheimnisvolle Fährten im Schnee, die er so noch hier noch nicht gesehen hat. Lange dauerte es, ehe Förster Grünrock den Luchs von Waldesruh beobachten konnte. Und dann dauerte es auch nur Sekunden. Förster Grünrock erzählt uns vom Luchs

 

Förster Grünrock erzählt: der Luchs von Waldesruh

Geheimnisvolle Spuren im Schnee

Sie erinnern ihn an Katzen, sind jedoch fast so gross wie seine Hand. Die von den hier vorkommenden Wildkatzen können es demzufolge nicht sein. Ihm kommt zwar eine Ahnung, welcher Besuch hier entlang gezogen ist, jedoch sicher ist er sich nicht.

Wieder im Forsthaus angekommen, wälzt er seine Literatur und bald ist er sich sicher: in Waldesruh war in letzter Zeit ein Luchs unterwegs. Zwar hat Förster Grünrock bisher nur diese Spur gesehen, aber der Luchs ist ein heimliches Tier. Es bleibt abzuwarten, ob sich Deutschlands größte Katze hier ansiedelt oder ob es sich nur um einen Durchzügler handelt. Förster Grünrock wird auf alle Fälle weiterhin die Augen offen halten.

Was macht eigentlich der Luchs von Waldesruh?

Vor fast einem Jahr im fast vergangenen Winter ist Förster Grünrock auf die Spuren eines Luches gestoßen.  Was macht eigentlich der Luchs in den Wäldern von Waldesruh? Wie es scheint, hält sich dieses Tier immer noch in der Gegend auf. Gesichtet hat es der Förster zwar immer noch nicht, jedoch gibt es immer wieder Anhaltspunkte, dass diese prächtige Katze hier immer noch lebt.

Immer wieder findet man dessen Spuren an den Rabenklippen oder Überreste eines gerissenen Rehs oder Wildschweines. Letzte Nacht hat der Förster sogar das Rufen des Luchses hören können. Darüber ist er sehr erfreut – zeigt dies doch, dass sich der Luchs hier wohlfühlt und einen Artgenossen sucht. Das Gebiet um die Rabenklippen ist für diese Großkatze sehr gut geeignet. Es ist abgelegen und ruhig und bietet zudem mehrere Versteckmöglichkeiten und auch Höhlen zur Aufzucht von Jungtieren.

Darüber, dass der Luchs die ebenfalls hier heimischen Wildkatzen gefährden könnte, sorgt sich der Förster nicht. Die Wildkatze hat ihr Revier nicht an den Rabenklippen und sie würde ihrem großen Vetter schon aus dem Weg gehen. Der Förster überlegt jetzt, ob er im Nationalparkhaus mit Hilfe der Waldesruher Schule eine Sonderausstellung über diese große deutsche Katze gestalten wird.

Ein kurzer Schatten im Dickicht

Auch heute ist wieder im Wald unterwegs. Nur seinen Hund musste er heute im Zwinger lassen, da der Tierarzt seinem Bodo dringend Schonung angeraten hatte. Also ist der Förster allein losgezogen in Richtung Rabenklippen. Schon lange wieder einmal wollte er in diesem Gebiet nach dem Rechten schauen und einige Bäume für seine Arbeiter auszeichnen.

Schliesslich muss auch der Wald um Waldesruh gepflegt werden – nur im Nationalpark darf er wachsen wie er will. Holz ist eine der Haupteinnahmequellen des Ortes. Der Förster fand auch einige schöne Bäume, die es wert waren geerntet zu werden. Und ein bisschen Platz brauchen die übrigen Bäume sowieso zum Wachsen.

An Ort und Stelle angekommen, setzte sich der Förster auf einen Stubben und packte erst einmal sein Frühstücksbrot aus. Nichts schmeckt besser als ein Vesper an frischer Luft nach einer kleinen Wanderung. Aus den Augenwinkel sah er etwas Braunes vorbei huschen. Sollte es? Förster Grünrock war sofort versteinert und wagte es kaum zu atmen. Das Frühstücksbrot war im Nu vergessen.

Nach einiger Zeit bewegte sich wieder etwas in der Dickung und endlich sah er ihn: den Luchs, welchen er schon einige Mal an seinen Spuren und an seinem Ruf bemerkt hatte. Das erste Mal sah er diese schöne Katze – vielleicht zwei Minuten, dann war sie wieder weg.

Es muss sich wohl um einen jungen Kuder handeln, dachte der Förster. Er freute sich, dass er endlich dieses Tier leibhaftig gesehen hatte. Schön, dass der Luchs immer noch in der Gegend war. Hoffentlich findet er bald eine Gefährtin, dachte Grünrock und machte sich vergnügt auf den Heimweg.