Mit der Farbe an der Felswand am Ortskern habe ich gleichzeitig die farbliche Gestaltung von Hagental und Steinbruch weitergeführt.

Hier hatte ich schon Anfang des Jahres nach umfangreichen Gips- und Modellierarbeiten die Felswand in dem bekannten grauen Felston grundiert.

Nun wurden mit Schmutzwasser diese Felspartien weiter bearbeitet. Dazu pinselte ich mit sehr flüssiger schwarzer Farbe (auch sogenanntes Schwarz- oder Dreckwasser) die Flächen ein, die später als Felsen auf der Anlage zur Geltung kommen sollen. Gleiches führte ich übrigens auch bei der Felswand des Ortskerns aus, da ich einmal das Dreckwasser angerührt hatte.

Die Herstellung dieses Dreckwassers ist sehr einfach. Einen kleinen Klecks schwarze Farbe in ein Wasserglass o.ä. geben, Wasser drauf und vermischen. Das Wasser sollte sich nur schwarz verfärben – nicht mit Farbe andicken.

20151114_Hagental_farblichDurch die flüssige Konsistenz dringt das Dreckwasser in die Ritzen des Gips ein. Mit einem feuchten Schwamm wird dann die oberfläche direkt nach dem Farbauftrag abgewischt, so daß die schwarze Farbe wirklich nur in den Ritzen bleibt.

Nach dem Trocknen kann man die Prozedur wiederholen, sollte einem das Ergebnis noch nicht gefallen. Später, wenn die Fläche wieder trocken ist, wird noch mit weißer Farbe patiniert. Somit erhält man eine wunderschöne dreidimensionale Wirkung des Gesteins.